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Kalk und Schimmel im Bad: Beliebtes Hausmittel macht alles noch schlimmer


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Beliebtes Hausmittel macht alles nur noch schlimmer

Von dpa-tmn, jb

Aktualisiert am 03.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Spülbürste und Keramikfliesen: Mit Backpulver sollten Sie Ihre Fliesen und Fugen nicht reinigen.
Spülbürste und Keramikfliesen: Mit Backpulver sollten Sie Ihre Fliesen und Fugen nicht reinigen. (Quelle: Marcus Krauss/Getty Images)
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Schmutzige Fugen, krabbelnde Tierchen oder beschlagene Spiegel: Viele davon können Sie mit einfachen Tricks oder günstigen Hausmitteln beseitigen. Bei manchen jedoch hilft nur ein Spezialmittel.

Das Wichtigste im Überblick


  • Schäden an den Fugen verhindern
  • Beschlagenen Spiegel freibekommen
  • Armaturen nicht mit Säure einsprühen
  • Hartnäckigen Kalk loswerden

Bei Schimmel hilft ein spezieller Reiniger. Aber auch Alkohol bekämpft kleinere Schimmelflecken im Badezimmer. "Keinesfalls sollte Backpulver benutzt werden", sagt Bernd Glassl, Bereichsleiter Haushaltspflege. Zwar lässt das Hausmittel die Fugen zunächst weißer erscheinen. "Mehl oder Stärke in den Fugen dient aber den mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückbleibenden Schimmelresten als Nahrung, was den nächsten Schimmelbefall programmiert", erklärt der Experte.

In Badezimmerfugen sammelt sich der Schmutz besonders gern an. Bei Kalkschmutz empfiehlt Reinigungsexperte Glassl saure Badreiniger. Dann muss das Fugenmaterial aber säurebeständig sein. Ansonsten sollte man Scheuerpulver verwenden.

Schäden an den Fugen verhindern

Säurehaltige Reinigungsmittel sollten nur kurz auf das Füllmaterial der Fuge einwirken. Bei leichten Ablagerungen maximal eine Minute, bei stärkeren bis zu fünf Minuten. Gegen Schäden hilft, die Fugen vorher mit Leitungswasser zu benetzen. Das verhindert ein Eindringen des Mittels in das Fugenmaterial.

Beschlagenen Spiegel freibekommen

Spiegel und Fenster im Badezimmer laufen an, wenn die hohe Feuchtigkeit nach dem Duschen oder Baden kondensiert. Um das zu verhindern, verwenden Sie beim Putzen Glasreiniger mit Antibeschlageffekt. Alternativ können Sie auch die Heizung im Badezimmer aufdrehen: Denn je wärmer die Luft beim Duschen ist, desto weniger Dampf entsteht. Die Stiftung Warentest empfiehlt etwa 24 Grad.

Um den beschlagenen Spiegel einfacher und schneller wieder frei zu bekommen, können Sie auch einen Föhn verwenden. Der Spiegel darf dabei nicht zu warm werden. Andernfalls kann er beschädigt werden – Risse können entstehen oder die spiegelnde Oberfläche kann abplatzen. Halten Sie den Haartrockner nicht dicht vor den Spiegel und zielen Sie daher nicht nur auf einen Punkt. Bewegen Sie den Fön stattdessen im Abstand von rund 30 Zentimetern auf Höhe des eigenen Gesichts hin und her. Zum Abwischen können Sie auch ein Mikrofasertuch verwenden – ein normales Handtuch hinterlässt Schlieren.

Keine sauren Reinigungsmittel für Spiegel verwenden

Häufig läuft der Spiegel schwarz an. Das ist der Fall, wenn die Silberschicht hinter dem Glas beschädigt ist. Es lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Den Schaden können Sie verhindern, indem Sie verhindern, dass an die Spiegelränder saure Reinigungsmittel gelangen. Zudem sollten Sie beim Aufhängen und Reinigen des Spiegels die Schutzschicht nicht ankratzen.

Wo Wasser hinkommt, bleiben Kalkflecken zurück. Duschwände aus Glas und Kunststoff sind besonders anfällig. Einen besonderen Tipp hat die Stiftung Warentest: Kalkkrusten von flüssigem Buntwaschmittel aufweichen lassen. In Ecken kann auch ein Kunststoffspachtel dicke Ablagerungen gut lösen. Tragen Sie anschließend Zitronensäure auf und lassen Sie sie einwirken. Am einfachsten ist aber, die Flächen wie auch Fliesen direkt trockenzureiben.

Armaturen nicht mit Säure einsprühen

An Armaturen ist Kalk eine heikle Sache: Wollen Sie diesen mit aggressiven Mitteln und groben Lappen wegschrubben, verkratzt das Chrom. Dieser Überzug ist meist nur eine dünne Schicht. Ist sie verletzt, kann der Kern rosten. Daher gilt: Reiniger zum Beispiel mit Ameisen- oder Salzsäure sind tabu, erklärt die Stiftung Warentest. Die Vereinigung Deutscher Sanitärwirtschaft betont , dass Reiniger in Sprühflaschen grundsätzlich nicht direkt auf die Armaturen gegeben werden dürfen, sondern auf ein Tuch. Der Sprühnebel kann sonst durch Ritzen und Öffnungen in die Armatur eindringen und Schaden anrichten.

Hartnäckigen Kalk loswerden

Frischen Kalk entfernen ein paar Tropfen Handseife auf einem feuchten Tuch. Verkrustungen raut man erst mit einem Bimsstein leicht auf. Dann wird etwas Essigreiniger darauf gegeben. Manchmal verbindet sich der Kalk mit Eisen und bildet Rostflecken. Hier hilft ein in Essig getränktes Küchenkrepp. Dieses wird auf die Stelle gelegt.

Vorsicht bei Badewannen aus Acryl

Für Kalkbeläge in der Badewanne aus Acryl wird das Küchenpapier in Zitronensäurelösung getaucht. Das Papier darf aber keine Drucke haben. Sonst verfärbt sich das Acryl dauerhaft. Auf keinen Fall darf das Material mit üblichen Entkalkern für Elektrogeräte wie die Kaffeemaschine geputzt werden. Diese können die Wanne ebenfalls verfärben.

Auch bei Emaille sollten Sie aufpassen. Stark saure Reiniger können die Beschichtung angreifen. Sie wird dadurch matt und rau. Bei handelsüblichen Reinigern steht es meist auf der Verpackung, ob sie auch für Emailleoberflächen verwendet werden dürfen. Hausmittel sollten Sie zunächst an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren, bevor Sie sie großflächig einsetzen.

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Tipps gegen Silberfischchen

Auch Silberfischchen finden sich häufig im Bad. Sie lassen sich leicht mit Tüchern einfangen, auf die Zucker oder Mehl gestäubt wird. Pappstreifen mit Honig sind ebenfalls ein gutes Lockmittel. Auch Kartoffeln in einer Schale locken die Tiere an. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) in Hamburg rät, die Fressfallen abends aufzustellen und morgens einzusammeln.

Abflüsse von Waschbecken und Badewannen sind ebenfalls Versteckmöglichkeiten der nachtaktiven Silberfischchen. Es hilft, sie über Nacht zu verschließen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Forum Waschen
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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
HausmittelStiftung Warentest

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