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Holzmöbel pflegen und Kratzer entfernen

dpa-tmn, t-online, hadiet/sj

Aktualisiert am 25.10.2021Lesedauer: 4 Min.
Ein Mann poliert eine Holzwand: Holz muss richtig gepflegt werden – dabei sind auch die Pflegemittel entscheidend.
Ein Mann poliert eine Holzwand: Holz muss richtig gepflegt werden – dabei sind auch die Pflegemittel entscheidend. (Quelle: Tay Jnr/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Rustikale Holzmöbel bringen NatĂŒrlichkeit in die Wohnung. Allerdings sind Möbel aus Massivholz nicht ganz so strapazierfĂ€hig, wie der robuste Werkstoff vermuten lĂ€sst. Je nachdem, ob das Holz lackiert, geölt oder gewachst ist, reagiert es mehr oder weniger empfindlich auf Staub, Wasser und Ă€ußere EinflĂŒsse.

Das Wichtigste im Überblick


  • Neutralseife hilft gegen starken Schmutz auf Massivholz
  • Das richtige Öl fĂŒr Holzmöbel verwenden
  • Wachs hĂ€rtet mit der Zeit aus
  • Vorsicht bei lackierten FlĂ€chen
  • So pflegen Sie Ihr Holz richtig

FĂŒr die fortlaufende Reinigung von Holzmöbeln reicht das Staubwischen mit einem trockenen Tuch in der Regel aus. Trotzdem verliert die OberflĂ€che mit der Zeit an Glanz und Farbe. Darum sollte man die Möbel ab und an mit einem angefeuchteten, fusselfreien Lappen sanft abwischen. Restfeuchtigkeit muss danach sofort mit einem trockenen Tuch aufgenommen werden. Gegen Dellen und Kratzer hilft das Putzen aber nicht.


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Viele Polituren schaden dem Massivholz

Polituren sind bei der Möbelpflege wegen ihres schnellen Auffrischungseffekts sehr beliebt. Vorsicht ist jedoch bei der Verwendung von Polituren mit Silikonölen oder Mineralölderivaten geboten. Diese dringen in das Holz ein und lassen sich nicht mehr entfernen. Das hat zur Folge, dass die OberflĂ€che nicht mehr restauriert werden kann. Wertvolle StĂŒcke, gerade AntiquitĂ€ten, könnten dadurch an Wert verlieren. Die kostbaren, alten Möbel sollten daher nur mit einem auf sie abgestimmten Pflegemittel gesĂ€ubert werden.

Andere Polituren lassen die Möbel nur zunĂ€chst gut aussehen, warnt die Bremer Umweltberatung. Auf Dauer bildeten die Pflegemittel jedoch einen Film auf der OberflĂ€che, der schmierig werde und Staub anziehe. Die Berater raten daher zur trockenen Reinigung mit einem weichen Tuch oder Pinsel sowie dem weichen BĂŒrstenaufsatz des Staubsaugers.

Neutralseife hilft gegen starken Schmutz auf Massivholz

GrĂ¶ĂŸere Verschmutzungen können Sie mit Neutralseife auf einem weichen Schwamm und wenig Wasser reinigen, rĂ€t die Initiative Pro Massivholz. Nach dem Einreiben wird die Seife abgewischt und das Holz trocken gerieben. Auf MikrofasertĂŒcher sollten Sie beim Staubwischen verzichten, da sie durch ihre besondere Struktur feine Kratzer in der OberflĂ€che hinterlassen können.

Öle und Wachse zum Aufpolieren der Holzmöbel verwenden

Ist die HolzoberflĂ€che von vornherein mit Wachs oder Öl behandelt, sollte das Möbel nach der Trocknung mit einem Vlies behutsam geglĂ€ttet, also abgerieben werden, empfiehlt die Initiative. Danach kann die OberflĂ€che mit Öl oder Wachsbalsam aufgefrischt werden. Achten Sie beim Kauf von Pflegemitteln immer darauf, dass sie vom Hersteller ausdrĂŒcklich fĂŒr diesen Zweck geeignet sind. Mit nicht eindeutig deklarierten Produkten tun Sie sich und Ihren Möbeln keinen Gefallen, denn laut der Initiative enthalten diese hĂ€ufig Lösungsmittel, die Holz und Versiegelung angreifen. Außerdem fehlen ihnen oft FĂŒllstoffe, die dem Schutzfilm die nötige Dichte und QualitĂ€t verleihen.

Das richtige Finish: Öl, Wachs oder Lack

Öl hat die positive Eigenschaft, tief in das Holz einzudringen und die OberflĂ€che so dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schĂŒtzen. Das behandelte Holz bleibt abwischbar und vor allen Dingen diffusionsoffen. Das heißt, die Poren werden nicht verschlossen und das Material kann weiter atmen. Der Luft wird so ĂŒberschĂŒssige Feuchtigkeit entzogen und wenn es trocken ist, wieder an sie abgegeben. Das Öl intensiviert die natĂŒrliche Struktur des Holzes und lĂ€sst es krĂ€ftiger erscheinen. Man spricht dann auch von "anfeuern".

Das richtige Öl fĂŒr Holzmöbel verwenden

Doch nicht jedes Öl ist fĂŒr Möbel geeignet, daher sollte das Holz beispielsweise nicht mit Salatöl behandelt werden. Das ist zwar ökologisch unbedenklich, doch bleiben Lebensmittelöle "weich", werden ranzig und "trocknen" nicht aus. Spezielle Öle aus dem Fachhandel werden dagegen mit Substanzen versetzt, die sie aushĂ€rten lassen. FĂŒr GebrauchsgegenstĂ€nde wie FrĂŒhstĂŒcksbrettchen oder Kochlöffel aus Holz sind Sonnen-, Raps-, Oliven- oder Walnussöle wiederum ideal. Durch die hĂ€ufige Nutzung und das regelmĂ€ĂŸige SpĂŒlen bleibt der Nebeneffekt hier aus.

Lack ist glatt und undurchlÀssig

GegenĂŒber dem Öl bildet eine LackoberflĂ€che einen geschlossenen Film. Das Holz kann also kein Wasser aufnehmen. DafĂŒr ist es möglich, mit Lack ein sehr feines und glattes Finish herzustellen, das zudem auch eine vergleichsweise strapazierfĂ€hige OberflĂ€che bildet. Die Reinigung ist einfacher gegenĂŒber geölten und gewachsten Möbeln, da der Schmutz auf dem glatten Lack nicht so gut anhaftet. Weiterer Vorteil des Lacks: Maserung und Farbe des Holzes werden deutlich hervorgehoben und leuchten so sehr intensiv.

Heller Hitzefleck auf dunklen Möbeln

Wer einen zu heißen Topf oder die frisch gefĂŒllte Kaffeekanne auf eine dunkle lasierte oder gewachste OberflĂ€che stellt, riskiert einen hellen Fleck, der sich nur schwer wieder entfernen lĂ€sst. So absurd es klingen mag: Die einfachste Lösung ist Hitze. Die fĂŒhrt man am besten mit einem Föhn zu. Man hĂ€lt den Haartrockner fĂŒr wenige Minuten in sehr kurzer Entfernung auf die betroffene Stelle. Anschließend ist der Fleck verschwunden.

Wachs hÀrtet mit der Zeit aus

WĂ€hrend sich Lack nur auf der OberflĂ€che des Holzes befindet und Öl in tiefer liegende Schichten eindringt, zieht Wachs nur oberflĂ€chlich in das Holz ein. Nach dem Auftrag wird das Wachs fest und hĂ€rtet mit der Zeit aus. Die OberflĂ€che erscheint seidenglĂ€nzend, Farbe und Struktur des Holzes werden aber nicht so krĂ€ftig hervorgehoben. Wird das Möbel abschließend noch von Hand oder mit der Maschine gebĂŒrstet, verfestigt sich die Wachsschicht zusĂ€tzlich und es zeigt sich ein gleichmĂ€ĂŸiger Glanz.

Holzmöbel bleichen in der Sonne aus

Die Farbe des Holzes unter GegenstĂ€nden wie Vasen oder Kerzenleuchtern ist hĂ€ufig viel heller als auf der umliegenden FlĂ€che des Möbels. Das liegt daran, dass Holz durch die UV-Strahlung nachdunkelt. Wenn Sie einzelne Stellen Ihres Möbels anschleifen oder in anderer Weise behandeln, werden diese sich farblich verĂ€ndern. Daher ist es unter UmstĂ€nden fĂŒr ein gleichmĂ€ĂŸiges Aussehen notwendig, nach dem Ausbessern von Schadstellen noch einmal die gesamte OberflĂ€che anzuschleifen und nachzubehandeln.

Vorsicht bei lackierten FlÀchen

WĂ€hrend geölte oder gewachste Möbel auch mal ein nassfeuchtes Abwischen vertragen, ist das bei fein lackierten OberflĂ€chen unbedingt zu vermeiden. Die Gefahr der Wasserfleckenbildung ist hier besonders groß. Auf haushaltsĂŒbliche Reinigungsmittel sollte ebenfalls verzichtet werden, da diese oft scheuernde Partikel enthalten, die den Lack beim Abreiben zerkratzen. Mit unseren Tipps zur Holzpflege und Kratzerbeseitigung sehen Ihre Echtholzmöbel wieder wie neu aus.

So pflegen Sie Ihr Holz richtig

OberflÀche Reinigungsart
Lasiert und geölrt Kein Wasser. Reinigen Sie diese Möbel am besten mit einem weichen, trockenen, fusselfreien Tuch. Auch mit einem weichen Besen oder einer weichen StaubsaugerdĂŒse können Sie diese Möbel reinigen. Starke Verschmutzungen mit einem Schleifvlies entfernen. Tiefe Dellen und Kratzer mĂŒssen abgeschliffen und neu lasiert werden.
Unbehandelt Naturbelassene OberflĂ€chen werden rissig und trocknen aus, wenn sie nicht die richtige Pflege bekommen. Hier darf etwas Wasser zum Einsatz kommen: Ein feuchter Schwamm mit milder Naturalseife reichen fĂŒr die Reinigung. Wichtig ist, sie anschließend grĂŒndlich zu trocknen. Tiefe Dellen und Kratzer können abgeschliffen werden, besser ist jedoch, derartige SchĂ€den zu vermeiden.
Furniert Wasser, scharfe Reiniger, Hitze und Seife sind Gift fĂŒr diese dĂŒnnen Hölzer. Am besten ist hier die Reinigung mit einem Microfasertuch. Zu viel Feuchtigkeit lĂ€sst das Furnier aufquellen – die dĂŒnnen BlĂ€tter können sich ablösen.
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Holzmöbel tÀglich pflegen

Die Holzmöbel lassen sich am besten schĂŒtzen, wenn man im Alltag ein wenig auf sie aufpasst. Das bedeutet: Ihre OberflĂ€che sollte regelmĂ€ĂŸig gereinigt, Flecken, Kratzer und VerfĂ€rbungen umgehend entfernt werden. Genauso schĂ€dlich wie viel Putzwasser sind Wein, Wasser und Kaffee.


Daher rĂ€t die Initiative Pro Massivholz: VerschĂŒttete FlĂŒssigkeiten sollten immer rasch entfernt und feuchte GegenstĂ€nde nicht darauf abgestellt werden. Das Gleiche gilt fĂŒr Heißes. Chemikalien können dem Holz auch schaden.

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