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Tischdecken wie die Profis: einfache Regeln für die perfekte Tafel

Festlich Auftischen  

Tischdecken wie die Profis: einfache Regeln für die perfekte Tafel

26.01.2019, 16:55 Uhr | t-online.de, dpa

Tischdecken wie die Profis: einfache Regeln für die perfekte Tafel. Kellner deckt Tisch (Quelle: Getty Images/Djordje_Stojiljkovic)

Gedeckter Tisch: Mit einfachen Tipps ist Ihr Tisch richtig gedeckt. (Symbolbild) (Quelle: Djordje_Stojiljkovic/Getty Images)

Wer sich zum Essen Gäste nach Hause einlädt, wird vor allem Wert auf gute Speisen legen. Doch bekanntlich isst das Auge mit – und das betrifft nicht allein das angerichtete Essen, sondern auch den gedeckten Tisch. Schauen Sie den Profis auf die Finger.

Wollen Sie Ihre Freunde oder Verwandten mit einem perfekt gedeckten Tisch begeistern, spielt die richtige Anordnung des Bestecks und Geschirrs eine wesentliche Rolle. Doch es gibt weitere Punkte, an die man denken sollte. Wie sieht die angemessene Sitzordnung aus? Was für eine Tischdecke wirkt stilvoll? Oder welche Dekoration trägt zu einem gelungenen Abend bei?

Tisch decken: Das häufigste Versäumnis

Natürlich wird das Erscheinungsbild des Essbereiches zu einem großen Teil durch den Esstisch selbst bestimmt. Da die wenigsten je nach Anlass zwischen unterschiedlichen Tischen wählen können, sollten zumindest einige Vorkehrungen getroffen werden. So sollten Sie als Gastgeber prüfen, ob der Tisch gut steht und nicht wackelt. Eben dies wird meist vergessen und die Gäste müssen sich dann mit einem wackligen Esstisch begnügen. Ein Fauxpas, den auch die schönste Tischdecke oder das hübscheste Blumengesteck nicht auszubügeln vermag.

Gegebenenfalls kann man mit kleinen Korkscheiben unter den Tischbeinen für mehr Standfestigkeit sorgen. Außerdem ist es wichtig, dass die Gäste genügend Platz haben. Das heißt, dass sowohl der Abstand zur Wand als auch der zum Sitznachbarn ausreichend sein sollte.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Bewegungsfreiheit der Anwesenden beim Aufstehen nicht eingeschränkt ist und andere problemlos zwischen Stühlen und Wand vorbeilaufen können – unter Umständen auch mit Tellern oder Tablett in der Hand.

Weißes Tischtuch: festliches Ambiente

Eine weitere wichtige Komponente beim Eindecken ist die Tischwäsche. Bei festlichen Gelegenheiten zum Mittag- oder Abendessen wird gemeinhin ein weißes Tischtuch empfohlen. Benutzt man besonders gutes Besteck und Geschirr, sollte auch ein entsprechend feines Tischtuch ausgewählt werden, zum Beispiel aus Leinen, Halbleinen oder Damast.

Bei größeren Gesellschaften sei es zudem angebracht, Moltons unter die eigentliche Tischdecke zu legen. Dabei handelt es sich um Tischunterlagen aus aufgerauter Baumwolle, die den Tisch schützen und außerdem verhindern, dass das Tischtuch verrutscht.

Grundsätzlich sollten die Gastgeber auf Geschirr, Besteck und Gläser zurückgreifen, die dem Anlass angemessen sind. Zu einem eher rustikalen Gedeck passt statt des feinen Leinentischtuchs auch eine Decke aus groben Baumwollgewebe oder Bauernleinen – alternativ auch Platzdecken oder Sets. 

Tisch decken mit System

Am meisten können Gastgeber wahrscheinlich beim Eindecken, also beim Platzieren von Besteck und Geschirr, falsch machen. Dabei lassen sich die häufigsten Fehler mithilfe ein paar einfacher Richtlinien vermeiden: Den Mittelpunkt des Gedecks kann ein Platzteller darstellen, der die Tischdecke vor Verunreinigungen bewahrt – dieser ist aber kein Muss.

Für jeden Gang des Menüs gibt es eigenes Besteck. Bei der Anordnung der Messer, Gabeln und Löffel schlägt der Knigge ein einfaches System vor: "Die Geräte, die mit der rechten Hand benutzt werden, liegen rechts vom Teller, die für die linke Hand links davon und zwar so, dass die zuerst benötigten Bestecke jeweils ganz außen zu liegen kommen." Falls kein spezielles Fischbesteck vorhanden ist, könne man stattdessen auch zwei gewöhnliche Gabeln ablegen, so die Benimm-Experten.

Da sich die Gedecke natürlich durch die Anzahl der Gänge im Menü unterscheiden, gibt es auch unterschiedliche Grundanordnungen. Unsere Grafiken bieten Ihnen beim Eindecken Orientierung.

So decken Profis ein

Gerade bei besonderen Anlässen wie Weihnachten und Silvester gehört eine festlich gedeckte Tafel dazu. Es gibt in Restaurants und in Hotels viele Regeln für das Eindecken – so manche kann man auch zu Hause gut befolgen. Ein paar Ideen, wie man leicht eine stilvolle Wirkung erzielt:

  • Gerade statt rund: Es ist einfacher, einen geraden statt einen runden Tisch einzudecken. Die Stühle befinden sich jeweils direkt gegenüber, so wird auch eingedeckt. Damit es nicht zu eng am Tisch wird sollte der Abstand von der Gabel bis zu dem Messer des Tischnachbarn mindestens 40 Zentimeter betragen. 
  • Der kleine Finger: Beim Eindecken des Geschirrs werden als Erstes die Platzteller vor der Mitte des Stuhls platziert – mit einem Abstand von einem kleinen Finger bis zur Tischkante.
  • Die EC-Karten-Regel: Das Besteck für den Hauptgang wird rechts und links vom Teller gelegt, daneben folgt das Besteck für die Vorspeise. So kann es der Gast von außen nach innen nutzen. Der Abstand sollte so sein, dass man eine aufgestellte EC-Karte noch durchziehen könnte.
  • Gabeln versetzt legen: Dabei können die Gabeln versetzt gelegt werden. Sind es drei, liegen die beiden äußeren mit dem Ende des Griffs auf derselben Höhe wie der Platzteller. Die mittlere Gabel wird ein wenig höher platziert. Lehrbuchmäßig sieht es aus, wenn das untere Ende ihrer Zinken gleichauf mit den oberen Zinken der beiden äußeren Gabeln liegt.
  • Weingläser am Messer orientieren: Ein Rotweinglas kommt über das große Messer für den Hauptgang, das Weißweinglas über das Vorspeisenmesser. Das Wasserglas ist das kleinste von allen. Es sollte daher vor die anderen Gläser gestellt werden. Soll auch Bier getrunken werden, kommt das Glas umgedreht rechts neben die Weingläser. Es sollten höchstens vier Gläser pro Gast auf dem Tisch stehen. 
  • Die Extras: Ein Dessertlöffel gehört über den Platzteller. Anschließend wird links neben dem Platzteller auf gerader Linie ein Brotteller gestellt. Das dazugehörige Buttermesser liegt auf der rechten Seite des Tellers, die Schneide zeigt dabei nach links. Für Linkshänder sollten die Bestecke umgelegt werden – also Löffel und Messer auf die linke und die Gabeln auf die rechte Seite. An der Platzierung der Gläser ändert man nichts.

Tischdekoration: weniger ist oft mehr

Das Dekorieren des Tisches sollte getreu dem Motto "weniger ist mehr" vorgenommen werden. Natürlich sollte auch der Tischschmuck entsprechend dem Anlass ausgewählt werden. Wichtig ist, dass er nie überladen wirkt und nicht die freie Bewegung am Esstisch oder gar die Gesprächskultur behindert. Außerdem sollten Sie die einzelnen Deko-Elemente hinsichtlich Farbe und Wirkung gut aufeinander, aber auch auf Tischwäsche sowie Besteck und Geschirr abstimmen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenangentur dpa

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