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Duschkopf tröpfelt nur: Vier Tipps für mehr Wasser

Vier Tipps für mehr Wasser  

Was tun, wenn der Duschkopf nur noch tröpfelt?

26.08.2020, 11:16 Uhr | dpa-tmn, jb

Duschkopf tröpfelt nur: Vier Tipps für mehr Wasser. Duschkopf mit Wasser  (Quelle: Getty Images/jordieasy)

Duschen: Kommt aus dem Duschkopf nicht mehr ausreichend Wasser, sollte er als erste Maßnahme einmal entkalkt werden. (Symbolbild) (Quelle: jordieasy/Getty Images)

Sie freuen sich morgens auf eine aufweckende Dusche, und dann kommt nur ein dünnes Rinnsal. Nicht immer müssen Sie den Installateur rufen. Schon einfache Maßnahmen lassen das Wasser wieder prasseln.

Trotz voll aufgedrehtem Hahn kommt aus dem Duschkopf anstatt einer erfrischenden Brause nur ein Rinnsal, der weder die Haut richtig nass macht oder die Seife entfernt? Selten liegt das Problem bei den Wasserbetrieben. Allerdings sollten Sie, bevor Sie nach dem Grund suchen, sich vergewissern, dass weder der Haupthahn abgedreht noch die Wasserlieferung unterbrochen ist. Dann können Sie sich an die Ursachenforschung bei Ihnen zuhause machen.

1. Duschkopf entkalken

Zuerst sollten Sie es mit der einfachsten Lösung versuchen. Denn häufig sind lediglich die Drüsen verstopft oder verkalkt. Das lässt sich leicht beheben: Schrauben Sie den Duschkopf ab und legen Sie Ihn für ein paar Stunden in eine Entkalkungslösung.

Alternativ können Sie auch Zitronensäure oder Backpulver verwenden. Füllen Sie dazu einen großen Gefrierbeutel oder eine große Schüssel mit warmen Wasser und geben Sie ein Päckchen Backpulver hinein, rät der Hersteller Villeroy & Boch. Legen Sie anschließend den Duschkopf für mehrere Stunden oder über Nacht in das Gemisch. Das im Backpulver enthaltene Natron löst den Kalk aus den Drüsen. Bevor Sie den Duschkopf wieder montieren, sollten Sie ihn gründlich reinigen, damit keine Partikel des Backpulvers zurückbleiben. Andernfalls könnten die Drüsen erneut verstopfen.

Möchten Sie mit Zitronensäure den Duschkopf entkalken, ist die Vorgehensweise ähnlich. Geben Sie mehrere Esslöffel klaren Zitronensaft in das Wasserbad. Ist die Verkalkung stärker, können Sie auch mehr Zitrone verwenden. Legen Sie anschließend den Duschkopf in das Wasserbad, sodass alle Drüsen bedeckt sind, und lassen Sie alles für mehrere Stunden einwirken. Statt Zitronensaft können Sie auch Zitronensäure als Pulver verwenden. Dieses sollte jedoch entsprechend der Herstellerangaben nur verdünnt genutzt werden. Auch nach der Anwendung sollten Sie den Duschkopf noch einmal gründlich reinigen. Der Vorteil beim Entkalken mit Zitronensäure ist, dass sie keine Ablagerung zurücklässt.

Notfalls können Sie auch auf Essig zurückgreifen. Er ist allerdings sehr aggressiv und könnte die Dichtungen angreifen. Die Anwendung im Wasserbad mit der Säure sollte daher nur wenige Minuten dauern.

Info
Wenn Sie das Wasserbad in der Spüle anstatt einer Schüssel machen, sollte dies ebenfalls nicht länger dauern. "Denn die Emaille-Schichten der Dusch- oder Badewanne vertragen sich nur schlecht mit Säuren und werden leicht stumpf", erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor von Stiftung Warentest.

2. Dusche auf Durchlaufbegrenzer prüfen

Reicht das Entkalken nicht, sollten Sie überprüfen, ob ein Durchlaufbegrenzer in den Schlauch oder Kopf eingesetzt worden ist. Solche Drosseln aus Plastik verengen den Durchlauf und sind oft den Schläuchen oder Duschköpfen beigepackt. Diese Vorrichtungen helfen beim Duschen, Wasser einzusparen, indem sie den Verbrauch drosseln. Ist das Teil in den Duschkopf fest integriert, muss der ganze Duschkopf ausgetauscht werden. Meist handelt es sich aber um zusätzliche Vorrichtungen, die sich leicht entfernen lassen.

In einigen Fällen befindet sich der Begrenzer auch direkt in der Ableitung eines Warmwasserspeichers oder Durchlauferhitzers. In anderen Fällen ist der Speicher mit einem einstellbaren Drosselventil ausgestattet, das Sie etwas öffnen können.

3. Druckminderer vor Warmwasserbereiter prüfen

Grund für zu wenig Duschspaß kann aber auch ein Druckminderer im Zulauf des Speichers sein. Dieser soll vor eventuellem Überdruck schützen, der die Bauteile beschädigen könnte. Teilweise kann es sein, dass diese Vorrichtung zu niedrig eingestellt wurde oder nach mehreren Jahren zu stark verschlissen ist. Überprüfen Sie, wenn möglich, die Bedienungsanleitung für das Warmwassergerät. Hier finden sich Informationen, wie Sie den Druckminderer neu justieren können. Ist keine Bedienungsanleitung vorhanden oder ist das Teil nicht erreichbar, können Sie auch einen Fachmann zu Rate ziehen. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie den Druckminderer jedoch nicht selbstständig austauschen. Denn kommt es infolgedessen zu einer Fehlbedienung und somit zu einem Wasserschaden, könnten Sie dafür haftbar gemacht werden.

4. Rohrleitungen sind ein Fall für den Installateur

Und führt das alles nicht zu dem gewünschten Ergebnis? Dann kann es sein, dass die Rohrleitungen im Laufe der Jahre verengt sind, erklärt Birkholz. "Das wird gemeinhin als Verkalkung bezeichnet, ist jedoch eher auf Korrosion wie Rostbildung oder mikroskopisch kleine Partikel zurückzuführen, die das Trinkwasser auf seinem Weg vom Wasserwerk zum Verbraucher mit sich führt." Und das ist dann eine Sache für den Installateur.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Peter Birkholz, Stiftung Warentest
  • Villeroy & Boch
  • weitere Quellen
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