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Kammmolch: Kleiner Drache mit Rückenkamm

Amphibien  

Kammmolch: Kleiner Drache mit Rückenkamm

04.09.2013, 16:28 Uhr | jk (CF)

Kammmolch: Kleiner Drache mit Rückenkamm. Der Kammmolch kommt in fast ganz Deutschland vor, gilt jedoch als selten (Quelle: imago images/blickwinkel)

Der Kammmolch kommt in fast ganz Deutschland vor, gilt jedoch als selten (Quelle: blickwinkel/imago images)

Mit einer maximalen Körperlänge von 18 Zentimetern ist der Kammmolch die größte heimische Molchart. Neben seiner Größe zeichnet ihn sein hoch gezackter Rückenkamm aus. Dieser ist allerdings nur bei den Männchen während der Paarungszeit in der Wassertracht zu bewundern.

Gestaltänderung während der Paarungszeit

Während das Weibchen eine unauffällige, dunkelbraun bis schwarz gefärbte Oberseite aufweist, trägt das Männchen in der Paarungszeit ein echtes Prachtkleid. Über seinen kompletten Rücken verläuft ein kammartiger Hautsaum, der an einen Drachen erinnert und dem die Art seinen Namen verdankt. Daneben sind auch die weißen Punkte an der Seite und das perlmutt-silbrige Band an den Schwanzseiten, auch Milchstreifen genannt, charakteristisch für den Kammmolch. Auf dem gelben Bauch zeichnet sich ein graubraunes bis schwarzes variables Fleckenmuster ab. 

Balz und Paarung finden in der Regel von Mitte April bis Ende Mai statt. Das Weibchen legt mehrere hundert Eier und befestigt sie nach der Befruchtung mithilfe ihrer Hinterbeine an umgefalteten Blättern von Wasserpflanzen. Im Gegensatz zu anderen Molcheiern sind sie etwas größer und weisen eine deutlich gelbe Färbung auf. Ab August verlassen die geschlüpften Jungmolche das Gewässer, um an Land zu überwintern.

Lebensraum des Kammmolches

Bei ausgewachsenen Tieren dauert die aquatische, also wasserlebende, Phase ungewöhnlich lange: von Ende Februar bis Mitte Oktober. Auf der anschließenden Suche nach einem geeigneten Winterquartier können die Kammmolche bis zu einen Kilometer zurücklegen. Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen gibt es aber auch einzelne Tiere, die im Wasser überwintern. 

Typischer Lebensraum des Kammmolches sind offene Augewässer. In Mittelgebirgen besiedelt er aber auch große, feuchtwarme Waldbereiche mit vegetationsreichen Stillgewässern. Seltener ist er in Kies-, Sand- und Tonabgrabungen in Flussauen und Steinbrüchen zu finden. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die Art streng geschützt. Das bedeutet, dass die Tiere weder gezielt aufgesucht, noch verletzt oder getötet werden dürfen. Glücklicherweise scheinen sich die Tiere aber als Frühbesiedler an neu angelegten Gewässern niederzulassen, wie das LANUV NRW berichtet.

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