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Schwalben: Welche Arten des Zugvogels gibt es in Deutschland

Bedrohte Singvögel  

Schwalben: Welche Arten des Zugvogels gibt es in Deutschland

19.08.2014, 16:27 Uhr | sc (CF), helack

Schwalben: Welche Arten des Zugvogels gibt es in Deutschland. Die Rauchschwalbe: Charakteristisch sind die blaue Oberseite und das kastanienrote Gesicht (Quelle: imago images/blickwinkel)

Die Rauchschwalbe: Charakteristisch sind die blaue Oberseite und das kastanienrote Gesicht (Quelle: blickwinkel/imago images)

Noch gehören Schwalben in Deutschland zu den häufigen Singvögeln – aufgrund der seltener werdenden Nistmöglichkeiten ist die Zugvogelart aber zunehmend gefährdet und immer mehr auf menschliche Hilfe angewiesen. Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Schwalbenarten in Deutschland.

Verschiedene Schwalbenarten

Weltweit gibt es rund 80 unterschiedliche Schwalbenarten, die auf beinahe allen Kontinenten vorkommen. Die häufigsten Schwalbenarten in Deutschland sind die Mehlschwalbe, die Rauchschwalbe und die Uferschwalbe. Da Schwalben sich von Insekten ernähren, liefern sie einen wichtigen Beitrag zur Parasitenbekämpfung.

Laut dem Bundesnaturschutzgesetz stehen alle drei Arten unter besonderem Schutz, die Uferschwalbe ist sogar streng geschützt. Dies bedeutet unter anderem, dass es verboten ist, die Tiere zu fangen oder zu töten. Außerdem dürfen die Schwalbennester nicht zerstört werden.

Merkmale der Mehlschwalbe

Die Mehlschwalbe gehört zu den Langstreckenziehern, ist relativ klein und gedrungen, und auch der Schwanz wirkt verglichen mit der Rauchschwalbe kurz. Der Zugvogel besitzt ein blau-schwarzes Gefieder und einen Bürzel (hintere obere Rückenpartie), der auffällig weiß gefärbt ist. Als Nahrung dienen der Mehlschwalbe kleine, fliegende Insekten wie zum Beispiel Mücken und Fliegen.

Im Herbst fliegen laut dem Naturschutzbund (NABU) nie alle Mehlschwalben auf einmal Richtung Süden, vielmehr vollzieht sich der Abflug des Zugvogels nach Afrika in mehreren Schüben. Ende Oktober haben sich in der Regel aber alle Vögel auf den Weg gemacht. Im April und Mai kehren sie wieder zurück nach Europa und siedeln sich häufig genau an den Orten an, an denen sie geboren wurden. Es kann sogar vorkommen, dass sie ihr Geburtsnest wieder aufsuchen.

Das macht die Rauchschwalbe aus

Die Rauchschwalbe ist ein Zugvogel, der eine blaue Oberseite, eine weiß gefärbte Unterseite und ein kastanienrotes Gesicht besitzt. Ein charakteristisches Merkmal des Zugvogels ist seine hohe Geschwindigkeit: Bis zu 80 Kilometer pro Stunde kann er erreichen und dabei schnelle Richtungsänderungen vornehmen. Ähnlich wie die Mehlschwalbe überwintert die europäische Rauchschwalbe im tropischen Afrika. Zwischen April und September brüten Sie in Europa, aber auch in anderen gemäßigten Gebieten auf der ganzen der Welt.

Streng geschützt: Die Uferschwalbe

Uferschwalben werden nur etwa zwölf Zentimeter lang und sind somit die kleinste europäische Schwalbenart. Die kleinen Zugvögel haben eine erdbraune bis graue Oberseite und eine weiße Unterseite mit einem braunen Brustband. Wie ihre Verwandten, ernähren sich auch die Uferschwalben von Insekten, die sie im Flug fangen. Dabei können sie bis zu 50 Kilometer pro Stunde erreichen.

Uferschwalben brüteten früher bevorzugt an Prallhängen an Flussufern und Küsten. Durch die Zerstörung ihrer natürlichen Bruträume durch Flussbegradigungen bewohnen die Vögel heute bevorzugt Sand- und Kiesgruben. Zur Anlage ihrer röhrenförmiger Nester benötigen die Uferschwalben sandige Abbruchkanten. Von Mai bis September bleiben die Tiere in ihrem Brutgebiet und verlassen dieses dann, um in Afrika oder Südamerika zu überwintern.

Bedrohung der Schwalben

Schwalben sind in Deutschland zunehmend bedroht, was vor allem an fehlenden Möglichkeiten zum Nisten liegt. Diese wiederum sind auf die Veränderungen in der modernen Landwirtschaft zurückzuführen: Vor allem Rauchschwalben nisten mit Vorliebe unter den Dächern von altmodischen Ställen, wo es warm ist und sie reichlich Nahrung finden. Diese Voraussetzungen erfüllen moderne Kaltställe nicht, in denen beinahe Außentemperatur herrscht, da sie viele offene Flächen an den Stallseiten haben. Wie der NABU erklärt, mögen die Rauchschwalben den ständigen Durchzug nicht.

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