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Igel-Stacheln: Die Waffen des Insektenfressers

Igel-Stacheln  

Die Waffen des Insektenfressers

19.08.2014, 10:30 Uhr | hm (CF)

Igel-Stacheln: Die Waffen des Insektenfressers. Bei drohender Gefahr rollen sich Igel zu einer Kugel zusammen (Quelle: imago images/blickwinkel)

Bei drohender Gefahr rollen sich Igel zu einer Kugel zusammen (Quelle: blickwinkel/imago images)

Wie viele andere Vertreter des Tierreiches hat auch der Igel eine besondere Strategie zur Verteidigung gegen Fressfeinde wie Uhus, Marder, Füchse, Iltisse und Dachse. Die charakteristischen Igel-Stacheln spielen dabei eine wichtige Rolle.

Woraus bestehen Igel-Stacheln?

Kaum vorstellbar, aber bei Igel-Stacheln handelt es sich im Grunde um Haare. Ebenso wie Haare und Nägel bestehen die Stacheln nämlich aus Keratin, also Horn. Dieser Eiweißstoff sorgt für Spannkraft und Festigkeit. Nach der Geburt sind die Stacheln nur wenige Millimeter, im ausgewachsenen Alter etwa zwei bis drei Zentimeter lang und etwa zwei Millimeter breit, wobei sie zur Spitze hin dünner werden. In der Haut verankert ist das Fellkleid über knollenförmige Kolben, die von Muskeln fest umschlossen sind.

Dadurch, dass die Igel-Stacheln innen hohl sind, wiegt der stachelige Pelz nicht viel – das ist vor allem für die Verteidigung und Flucht wichtig. Auch die Tarnung spielt im Tierreich eine wichtige Rolle. Daher sind die Stacheln beige bis braun und fallen zwischen dichtem Laub auf dem Boden kaum ins Auge. Im Laufe des Igellebens werden sie noch heller.

Strategie zur Verteidigung

Wittert der Igel Gefahr, zieht er seine Beine unter den Körper und rollt sich binnen einer Sekunde zu einer Kugel zusammen. Gleichzeitig spannt er die Muskeln an, wodurch sich die Stacheln aufstellen – im Stirnbereich schützen sie wie ein Visier die Augen. In dieser Stellung kann das Tier mehrere Stunden, beim Winterschlaf sogar mehrere Wochen verharren, ohne sich zu bewegen. Die Igel-Stacheln dienen dann der Verteidigung.

Der Igel braucht sein Stachelfell aber auch im Falle eines Sturzes. Da die insgesamt bis zu 8.000 Stacheln einzeln zwar sehr spitz und fest, gleichzeitig aber in der Masse biegsam und bruchsicher sind, können sie den Igel selbst bei einem Fall aus großer Höhe abfedern.

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