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Hunde: Gassi gehen im Winter – das sollten Sie beachten

Das sollten Sie beachten  

Hunde: Müssen Spaziergänge im Winter kürzer werden?

07.01.2021, 14:08 Uhr | sah, t-online, dpa

Hunde: Gassi gehen im Winter – das sollten Sie beachten. Spaziergang: Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde erkälten. (Quelle: Getty Images/vvvita)

Spaziergang: Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde erkälten. (Quelle: vvvita/Getty Images)

Wenn im Winter die Temperaturen fallen, packen wir uns dick ein. Doch auch Hunde können frieren. Tipps, wann und wie Sie Ihr Tier vor Kälte schützen sollten.

Manche Hunde sind für den Winter bestens gerüstet: Berner Sennenhunde zum Beispiel haben ein langes, dichtes Unterfell, das sie wärmt und vor Feuchtigkeit schützt. Anders ist das bei Hunden mit einem kurzen, dünnen Fellkleid, wie es etwa Podencos oder Windhunde haben. Solche Hunde haben kein Unterfell und sind am Bauch nur wenig behaart – Nässe dringt bei ihnen also schnell zur Haut durch.

Auch alte und kranke Tiere können schnell frieren: Ältere Tiere, die eher langsam unterwegs sind, können schneller auskühlen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Vierbeinern einen Hundemantel anzuziehen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Mantel gut passt und weder zu weit, noch zu eng ist und scheuert.

Hund vor Auskühlung schützen 

Es gibt viele Hunde, für die es deutlich angenehmer ist, wenn sie im Winter einen Mantel tragen. Hundehalter haben die Wahl zwischen gefütterten Mänteln und Pullovern. Letztere eignen sich jedoch nicht für jeden Vierbeiner: Bei kleinen Hunden kann der Pulli nass werden, wenn sie auf Schnee laufen – dann frieren sie noch schneller.

Genau wie wir Menschen können sich auch Hunde erkälten. Vor allem in der kalten Jahreszeit kann es zu Atemwegserkrankungen kommen. Wenn es draußen kalt ist und Hunde im Haus trockener Heizungsluft ausgesetzt sind, sind die Tiere anfälliger für Erkältungen. Ratsam ist es daher, einen Raumbefeuchter aufzustellen, um die Schleimhäute der Tiere zu schonen.

Pfoten des Hundes schützen

Während Hundehalter in dicken Winterstiefeln unbeschadet durch Streusplit und Schneematsch stapfen, wird der Winterspaziergang für den Hund mitunter zur Tortur: Schneebrocken verfangen sich im Fell zwischen den Zehen. Spitzer Streusplit schneidet kleine Schlitze in die Ballen. Und zu allem Überfluss dringt in diese Läsionen Streusalz ein, das dann noch fies brennt.

Doch Hundebesitzer können einiges tun, um die Pfoten des Tieres zu schützen:

  • Zunächst sollten sie das Fell im Zwischenzehenbereich mit einer Nagelschere vorsichtig kürzen. Auf diese Weise haften weniger Schneeklumpen an und beeinträchtigen den Hund nicht beim Laufen.
  • Außerdem hilft es, die Pfoten vor dem Gassigehen mit Vaseline oder Melkfett einzureiben. Die Fettschicht isoliert die Pfotenunterseite und bildet eine Schutzschicht.
  • Bei ganz empfindlichen Hunden kann es auch ratsam sein, ihnen Schuhe anzuziehen, um besonders sensible Pfoten vor Schlimmerem zu bewahren. An die Schuhe müssen die Hunde langsam gewöhnt werden. Am Anfang sieht es oft so aus, als würden sie auf Eier treten. Daher sollte das Laufen mit Schuhen erst zu Hause ausprobiert werden.
  • Nach dem Spaziergang sollten die Hundepfoten dann kurz unter lauwarmem Wasser abgespült und danach abgetrocknet werden. Dadurch wird Eis, Split und Salz herausgespült und kann keinen weiteren Schaden anrichten. Das Fell des Hundes trocken zu föhnen, ist allerdings keine gute Idee. Ein Föhn ist sehr laut, und die meisten Hunde haben davor Angst.

Hunde sollten keinen Schnee fressen

Hund: Im Winter gibt es einiges zu beachten. (Quelle: Getty Images/Anna-av)Hund: Im Winter gibt es einiges zu beachten. (Quelle: Anna-av/Getty Images)

Während des Spaziergangs sollten Hundebesitzer darauf achten, dass ihr Tier keinen Schnee frisst. Wenn Schnee in den Magen gelangt, können die Magenschleimhäute gereizt werden – die Folge ist eine Gastritis. Typische Symptome sind unter anderem Erbrechen und Durchfall.

Müssen Spaziergänge kürzer werden?

Nur weil es kalt ist, müssen die Spaziergänge nicht gleich kürzer ausfallen. Wenn der Hund bewegungsfreudig ist, können Sie auf jeden Fall auch weite Strecken gehen. Allerdings sollten Sie dann auch zügig spazieren gehen, damit der Hund nicht auskühlt. Eine Ausnahme bilden ältere Hunde: Sie frieren leichter und sollten deshalb eher kürzere Runden drehen.

Schlittenhunderassen, wie etwa der Alaskan Malamute, werden hingegen im Winter erst richtig munter. Sie können gut und gerne einen längeren Winterspaziergang vertragen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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