Sie sind hier: Home > Politik > Kolumnen > Jennifer Buchholz >

Darum sind getrennte Betten besser

...

MEINUNGKolumne "Lust, Laster und Liebe"  

Darum sind getrennte Betten besser

Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

07.02.2018, 07:23 Uhr
Darum sind getrennte Betten besser. Frau im Bett (Quelle: Getty Images/praetorianphoto)

Schlechter Schlaf: Wer wenig schläft, ist häufig leichter reizbar. (Symbolbild) (Quelle: praetorianphoto/Getty Images)

Ihr Partner schnarcht, schwitzt oder wühlt nachts? Sie sehnen sich nach der Zeit, als Ihre Beziehung noch am Anfang war – weil Sie dort noch nicht zusammen lebten und eine eigene Wohnung und ein eigenes Bett hatten? Dann trennen Sie sich – aber nur nachts. Laut einer Studie der Universität Wien ist der gemeinsame Schlaf gar nicht so erholsam.

Nicht im Streit, sondern nachts zeigt sich das wahre Naturell des Partners. Vor allem, wenn es um eins geht: Schlafen. Ihr ist ständig zu kalt, er bleibt bis in die Puppen auf und irgendeiner schnarcht immer. Wie um alles in der Welt konnte man zu Beginn der Beziehung noch eng aneinandergekuschelt einschlafen? Entweder hat man die Haare des anderen im Gesicht oder sein Knie im Rücken. Bis beide die geeignete Schlafposition gefunden haben, fängt er durch das ganze Wälzen an zu schwitzen. Sie hingegen denkt nur daran, wie viel Schichten Schminke Sie auftragen muss, um ihre Augenringe morgen früh zu vertuschen.

So oder so ähnlich spielen sich in einigen Beziehungen die Nächte ab – mehr oder weniger häufig und regelmäßig. Bei Ihnen etwa auch? 

Frauen schlafen besser alleine

Laut einer Studie der Universität Wien, schlafen zumindest Frauen besser alleine, als mit ihrem Partner im gemeinsamen Bett. Die Lösung liegt also ganz klar auf der Hand: Trennen Sie sich! Aber nur nachts! Damit sind nicht getrennte Matratzen und Bettdecken gemeint. Nein! Getrennte Betten. Oder noch besser: getrennte Schlafzimmer! Im ersten Augenblick klingt das total unromantisch, nach dem Einläuten des Beziehungsendes...

Aber auf den zweiten Blick werden Sie erkennen, wie viele Vorteile so eine räumliche Trennung hat. Viele Störfaktoren, die in mehreren Umfragen auf Statista genannt wurden, fallen weg: Sie können das Schlafzimmer so kalt oder warm temperieren, wie Sie wollen (rund 40 Prozent). Sie brauchen keine Ohrstöpsel mehr (rund 55 Prozent), weil Sie das Schnarchen Ihres Partners nicht mehr hören. Wenn Sie nicht zur Ruhe kommen, können Sie nachts noch so lange wach bleiben wie Sie wollen (rund 34 Prozent). Und: Sie können aufstehen und ins Bett gehen, wann Sie wollen. Fenster offen oder geschlossen? Vorhang auf oder zu? Auch diese Fragen kommen bei getrennten Schlafzimmern nicht mehr vor.

Schlafmangel schädigt die Beziehung

Wissenschaftler haben mehrfach bestätigt, dass Schlaf ein großer Knackpunkt in Beziehungen ist. Schlafmangel führt häufiger zu heftigem Streit. Zudem sind Menschen, die wenig schlafen, schneller gereizt, feindseliger sowie erschöpft und niedergeschlagen. Und wer müde, genervt und k. o. ist und daher auch vielleicht mehr Fehler im Job macht, wird abends sicherlich auch weniger Lust auf zärtlichen Umgang mit dem Partner haben. Da fallen dann schnell Küsse, Intimität und Sex unter den Tisch. So gesehen, ist erholsamer Schlaf doch eigentlich wichtiger als Sex für die Beziehung.

Getrennte Schlafzimmer für die Ewigkeit?

Allerdings: Auch wenn Sie gedanklich schon Trennwände in Ihrem Schlafzimmer ziehen, gibt es auch hier Nachteile, die Sie kennen sollten: Sie haben niemanden, an dem Sie nachts Ihre kalten Füße wärmen können. Bei Albträumen können Sie sich nicht mehr an Ihren Partner kuscheln und der Gute-Nacht- und Guten-Morgen-Kuss entfällt ebenfalls. Und die körperliche Nähe ist auch wichtig, für die Beziehung, sagt Friedhelm Schwiderski, Paar- und Sexualtherapeut aus Hamburg. Ist es das wert?

Ja! Getrennte Schlafzimmer bedeuten nicht, dass Sie nie mehr in einem gemeinsamen Bett schlafen werden. Schließlich können Sie sich je nach Lust und Laune auch wieder zu Ihrem Partner mit ins Bett kuscheln. So wird das zweite Schlafzimmer dann vielleicht nur bei Krankheiten oder bei Schichtarbeit des Partners zur angenehmen und erholsamen Schlafalternative. Und: Bei getrennten Schlafzimmern haben Sie wieder die Chance Ihren Partner zu fragen: "Kommst du noch mit zu mir?"


Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex.


Verwendete Quellen:

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sexy Bademode: die Hingucker an Strand und Badesee
gefunden auf otto.de
Anzeige
EntertainTV Plus mit 120,- € TV-Bonus sichern!*
hier EntertainTV Plus bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018