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So bleiben Sie warm auf der Skipiste

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 01.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Skifahrer genießt die Aussicht (Archivbild): Dieses Vergnügen kostet in diesem Winter deutlich mehr.
Gegen die Kälte: Neben den richtigen Wetterverhältnissen ist die passende Ausrüstung ein entscheidender Faktor beim Skifahren. (Quelle: Panthermedia/imago images)
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Wer beim Skifahren nicht frieren will, sollte sich über die passende Kleidung Gedanken machen und mehrere Lagen tragen. Darauf kommt es beim Schichten an.

Um auf der Skipiste nicht zu frösteln, heißt die beste Empfehlung: das Zwiebelprinzip. Für das Schichten der Klamotten gibt es aber eine wichtige Grundregel. Wie es geht, erklärt Andreas König vom Deutschen Skiverband.

Wasserabweisende erste Schicht auf der Haut

Die Zwiebel besteht aus drei Schichten. Auf der Haut liegt eine Schicht, die Feuchtigkeit wegtransportiert. "Denn wenn man sich nass fühlt, fühlt man sich oft auch kalt", sagt König. Die erste Schicht ist also am besten Funktionsunterwäsche.

Die günstigste Variante sind hier Kunstfasern. Die sind hydrophob, bringen das Wasser also gut vom Körper weg. "Aber sie machen nicht so richtig warm." Deshalb setzen viele Wintersportler auf Skiunterwäsche aus Merinowolle. Die tierischen Naturfasern haben den Vorteil, dass sie angenehm zu tragen sind und etwas wärmen, zugleich aber die Feuchtigkeit vom Körper wegbringen. Merinowolle-Produkte kosten etwas mehr als Kunstfaserprodukte.

Schichten für Wärme und gegen Witterung

Direkt über der Unterwäsche kommt als zweite Schicht Kleidung, die wärmt, die Feuchtigkeit speichert und diese idealerweise auch weiter nach draußen durchlässt. Das können Textilien aus Baumwolle sein oder Kunstfilz (Fleece), oft sind es Mischungen aus Natur- und Kunstfasern.

Die dritte Schicht ist die witterungsbeständige Komponente. Klassische Jacken für Ski und Snowboard sind meist Hardshells. Sie halten Feuchtigkeit von außen ab. Umgekehrt lassen sie idealerweise Nässe von innen raus. "Darum haben die Jacken oft eingenähte Bereiche mit durchlässigerem Material, etwa unter den Achseln", sagt König.

Teils soll auch die integrierte Membran in der Lage sein, die Feuchtigkeit von draußen abzuhalten und die Nässe von innen nach außen durchzulassen. Nach Einschätzung von König hat die Technologie aber Grenzen. "Es gibt kein Produkt, das zu 100 Prozent dicht ist und zugleich zu 100 Prozent atmet."

Die Zwiebel dicker machen – oder häuten

Natürlich ist jeder Mensch anders in seinem Kälteempfinden. Und auch die Witterung auf dem Berg kann sehr unterschiedlich sein. Ausgehend von den drei Schichten kann man sich aber gut anpassen, wie vier Beispiele zeigen:

Fall 1: Jemand, der stark schwitzt.

Frösteln ist weniger das Problem. Kalt und unangenehm fühlen sie sich oft dann, wenn der Körper zu nass wird. Hier empfiehlt es sich, Wechselklamotten im Rucksack zu haben. So kann man vor allem die zweite (feuchtigkeitsspeichernde) Schicht bei Bedarf etwa in der Mittagspause auf der Hütte austauschen.

Fall 2: Jemand, dem schnell kalt wird.

Die Zwiebel kann ausgehend von der Drei-Schicht-Grundregel erweitert werden. Dabei gilt: Die Funktionsunterwäsche und die wärmende Schicht sind als Schicht eins und zwei am Körper. Darauf aufbauend kann man weitere wärmende Textilien darüber ziehen – so, wie man sich eben wohlfühlt. Zum Abschluss kommt die wetterbeständige Schicht.

Fall 3: Es ist trocken und kalt.

Dann braucht es nicht unbedingt eine Hardshell als dritte Schicht. Andreas König sagt, dass sich für solche Fälle auch Jacken mit einem höheren Anteil von Naturmaterialien wie Daunen bewährt haben. Sie sind leicht und angenehm zu tragen, zudem erlauben sie mehr Bewegungsfreiheit.

Fall 4: Es ist vergleichsweise warm.

In dem Fall häutet sich die Zwiebel je nach Empfinden und Fahrkönnen. Fällt man zum Beispiel viel hin in nassem Sulzschnee? Dann bleibt die Hardshell lieber an. Ansonsten kann die dritte oder zweite Schicht wegbleiben. Am besten hat man einen Rucksack dabei, um flexibel zu sein.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
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