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Klimakrise: Globale Temperatur könnte um vier Grad steigen

Deutscher Wetterdienst warnt  

Klimakrise dürfte sich dramatisch zuspitzen

09.03.2021, 16:52 Uhr | dpa

Extreme Temperaturen: Folgen der Klimakrise zeigen sich schon jetzt

Wetterextreme wie zu Beginn dieses Jahres gab es in Deutschland lange nicht mehr – und das gleich innerhalb weniger Tage. Der Trend zeigt: Solche Phänomene wird es in Zukunft noch häufiger geben. (Quelle: t-online/Reuters/Getty/Nasa/Esa)

Temperaturunterschiede von bis zu 40 Grad in Deutschland: Animationen zeigen, warum Wetterextreme in Deutschland häufiger werden. (Quelle: t-online)


Nicht mehr als zwei Grad soll die globale Temperatur steigen – so lautet das Ziel des Pariser Klimaabkommens. Unmöglich, sagen Meteorologen. Vielmehr sei mit einem Anstieg von drei bis vier Grad zu rechnen.

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts nicht mehr erreichbar. "Leider sieht es im Moment sogar nach einem Plus von drei bis vier Grad aus", erklärte DWD-Präsident Gerhard Adrian am Dienstag in Offenbach bei einer digitalen Pressekonferenz zu Fragen der Klimawissenschaft. Das Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 werde verfehlt.

Trotz Pandemie ist die CO2-Konzentration gestiegen

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und das globale Verkehrsgeschehen sei die CO2-Konzentration in der Atmosphäre im vergangenen Jahr weiterhin gestiegen, mahnte Adrian. Er ist zugleich auch Präsident der Weltorganisation für Meteorologie. Der Anstieg gehe ungebremst weiter. Seit Ende des 19. Jahrhunderts sei die globale Mitteltemperatur außerdem bereits um 1,1 Grad gestiegen, in Deutschland sogar um 1,6 Grad.

Die Folgen dieser Entwicklung seien inzwischen weltweit zu sehen, fügte der DWD-Präsident an. 2020 sei weltweit das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen, Wetterextreme hätten zugenommen und sich intensiviert. Der Weltklimarat habe diese Entwicklung bereits in den 1990er-Jahren erstaunlich genau prognostiziert. Heute lägen noch einmal "deutlich verbesserte wissenschaftliche Szenarien" vor. Diese sollten "sehr ernst" genommen werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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