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Vogel des Jahres 2023: Dieser gefiederte Clown hat gewonnen


Wieso ein gefiederter Clown der Jahresvogel 2023 wird

  • Theresa Crysmann
Von Theresa Crysmann

Aktualisiert am 27.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Ein Braunkehlchen sitzt auf einem toten Baumstamm: In Deutschland gibt es immer weniger Brutpaare der Art.
Ein Braunkehlchen sitzt auf einem toten Baumstamm: Sein Erkennungszeichen ist der weiße Gesichtsstreif. (Quelle: IMAGO/A. Trepte)
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Der Nachfolger für den Wiedehopf steht fest: Die Wahl der Deutschen fällt auch für 2023 auf einen Jahresvogel mit besonderem Aussehen – und großen Problemen.

Auf solche Zahlen bringt es sonst fast nur das Dschungelcamp. Der Unterschied: Bei der Wahl zum Vogel des Jahres geht es tatsächlich um Leben oder Tod. Mehr als 120.000 Menschen in Deutschland gaben deshalb in den vergangenen Wochen ihre Stimme für eine von fünf gefährdeten Vogelarten ab.

Als Gewinner geht ein kleiner Zugvogel aus der Abstimmung hervor, dem die Auszeichnung in Abwesenheit verliehen werden muss: Das Braunkehlchen ist längst über alle Berge. Herbst und Winter verbringt der Vogel mit dem markanten weißen Gesichtsstreif, der ihm den Beinamen "Wiesenclown" eingebracht hat, 5.000 Kilometer von Deutschland entfernt, südlich der Sahara.

Auch aus der Ferne ist es dem Braunkehlchen jedoch gelungen, sich den Titel zu sichern. Bei der dritten öffentlichen Vogelwahl des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) setzte es sich gegen den Feldsperling, den Neuntöter, den Trauerschnäpper und das Teichhuhn durch.

imago images Ein Braunkehlchen macht Rast: Zwischen April und September lebt der kleine Zugvogel in Deutschland. Doch die Zahl der Brutpaare nimmt rapide ab.
Ein Braunkehlchen macht Rast: Zwischen April und September lebt der kleine Zugvogel in Deutschland. Doch die Zahl der Brutpaare nimmt rapide ab. (Quelle: Karin Jähne/ IMAGO)

"Die Menschen haben diesmal eine europaweit stark gefährdete Vogelart gewählt und ihr so die dringend nötige Aufmerksamkeit verschafft", sagt Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Das Braunkehlchen braucht ungemähte Wiesen und Blühstreifen. Aber diese sind leider durch die intensive Landwirtschaft immer seltener zu finden."

Gerade zum Brüten und für die Aufzucht ihres Nachwuchses sind die Braunkehlchen auf diese Lebensräume angewiesen. Da sie ihre Nester auf dem Boden bauen, müssen sie diese gut gegen Fressfeinde und Eierräuber verstecken können. Doch passende Nistplätze zu finden, wird zunehmend schwierig. Zuletzt fanden nur noch zwischen 19.500 und 35.000 Brutpaare zusammen, nachdem die Vögel im Frühling nach Deutschland zurückgekehrt waren.

Bestand um knapp 60 Prozent zurückgegangen

Nach Angaben des Nabu kommt die Art noch fast überall in Deutschland vor – am häufigsten im Osten und Nordosten, da sie weniger dicht besiedelte Regionen bevorzugt. Doch ihr Bestand sinkt: Innerhalb von knapp vierzig Jahren ist die Zahl der Braunkehlchen um fast 60 Prozent eingebrochen.

Wer das Braunkehlchen unterstützen möchte, dem rät Nabu-Chef Leif Miller vor allem zu einem veränderten Verhalten im Supermarkt: "Helfen kann man dem Braunkehlchen, indem man beim Einkauf auf regionale, ökologisch produzierte Lebensmittel zurückgreift."

Davon dürfte letztlich nicht nur der frisch gekürte Vogel des Jahres 2023 profitieren, sondern ebenso sein Speiseplan: Auf ungespritzten Feldern geht es auch den verschiedenen Insekten, Würmern und Spinnen besser, mit denen das Braunkehlchen seine Jungen großzieht und sich für den langen jährlichen Flug nach Afrika stärkt.

Der "Vogel des Jahres" wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Auch in Österreich ist das Braunkehlchen 2023 der Vogel des Jahres. 1987 trug es in Deutschland schon einmal diesen Titel - damals gab es noch viele Tausende Exemplare mehr.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Pressemitteilung des NABU (27.10.2022)
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