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Mord an Lehrer bei Paris: Täter hatte wohl Kontakt zu Vater einer Schülerin

Lehrer in Paris enthauptet  

Islamistischer Täter hatte Kontakt zu Vater einer Schülerin

20.10.2020, 19:03 Uhr | AFP

Mord an Lehrer bei Paris: Täter hatte wohl Kontakt zu Vater einer Schülerin. Polizisten verlassen die Schule des getöteten Lehrers: Der Vater einer Schülerin soll Kontakt zum Täter gehabt haben. (Quelle: dpa/Bertrand Guay/AFP)

Polizisten verlassen die Schule des getöteten Lehrers: Der Vater einer Schülerin soll Kontakt zum Täter gehabt haben. (Quelle: Bertrand Guay/AFP/dpa)

Medienberichten zufolge soll der Vater einer Schülerin des bei Paris getöteten Lehrers gegen das spätere Opfer im Internet gehetzt haben. Zudem soll er mit dem Täter geschrieben haben. 

Der Vater einer Schülerin, der nach dem islamistischen Anschlag auf einen Geschichtslehrer bei Paris in Gewahrsam genommen wurde, soll in Kontakt mit dem Täter gestanden haben. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen tauschten der Vater und der 18-jährige Täter am Tag des Anschlags Nachrichten im Onlinedienst WhatsApp aus, wie die Nachrichtenagentur AFP und mehrere französische Medien berichten. Zum Inhalt der Nachrichten wurden demnach keine Angaben gemacht.

Der Vater hatte sich rund eine Woche vor dem Anschlag auf der Onlineplattform Facebook darüber beschwert, dass der Lehrer seinen Schülern Nackt-Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt habe. In einer Botschaft begleitet von einem Video rief er zu einem Vorgehen gegen den Geschichtslehrer auf und hinterließ auch seine Telefonnummer.

Vater hetzte im Netz gegen den Lehrer

Vor rund einer Woche stellte der Vater erneut ein Video ins Internet, in dem er gemeinsam mit einem islamistischen Aktivisten auftrat. Die beiden Männer befanden sich am Dienstagnachmittag zusammen mit 14 weiteren Menschen in Polizeigewahrsam.

Teilnehmer einer Kundgebung halten Schilder mit der Aufschrift "Ich bin Lehrer - Ich verteidige die Meinungsfreiheit". (Quelle: dpa/Bertrand Guay/AFP)Teilnehmer einer Kundgebung halten Schilder mit der Aufschrift "Ich bin Lehrer - Ich verteidige die Meinungsfreiheit". (Quelle: Bertrand Guay/AFP/dpa)

Die Tochter des Mannes besuchte den Angaben zufolge die achte Klasse der Schule in Conflans-Sainte-Honorine, an der der getötete Lehrer unterrichtet hatte. Sie soll an dem Tag, als der Lehrer seinen Schülern Mohammed-Karikaturen zeigte, jedoch nicht am Unterricht teilgenommen haben, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Mohammed-Karikaturen ziehen seit Jahren Hass von Islamisten auf sich

Der 47-jährige Geschichtslehrer war am Freitag in der Nähe seiner Schule in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris von dem 18-jährigen Täter enthauptet worden. Er hatte mit seinen Schülern das Thema Meinungsfreiheit im Unterricht behandelt und dabei Mohammed-Karikaturen verwendet.

Solche Karikaturen, die in der Satirezeitung "Charlie Hebdo" abgedruckt wurden, auf die 2015 ein Anschlag mit zwölf Toten verübt worden war, ziehen seit Jahren den Hass von Islamisten auf sich. Der Angreifer wurde nach der Tat von der Polizei erschossen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Bericht im Nachrichtenmagazin L'Obs
  • Bericht beim Rundfunksender RTL
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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