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29-Euro-Ticket in Berlin startet mit Riesen-Panne: BVG muss Angebot ändern


Panne bei 29-Euro-Ticket: BVG muss Angebot nachbessern

  • Philip Buchen
Von Philip Buchen

Aktualisiert am 29.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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BVG-Tram in Pankow (Symbolfoto): Um ein neues Ticketangebot der BVG gibt es Wirbel im Netz.
BVG-Tram in Berlin-Pankow (Symbolfoto): Um ein neues Ticketangebot der BVG gibt es Wirbel im Netz. (Quelle: Jürgen Ritter)
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Umsonst einen Monat durch Berlin fahren? Diese Chance witterten viele Berliner. Eine Panne bei der BVG soll es möglich machen – doch die reagiert prompt.

Nach der Entwicklung des zeitlich befristeten 29-Euro-Tickets müssen die Berliner Verkehrsbetriebe nachbessern: Denn eine fehlerhafte Ausstellung ihrer sogenannten "Abo-Einstiegskarte" hätte es zahlreichen Berlinern im Oktober ermöglicht, von BVG-Kontrolleuren unbehelligt mit einem gefälschten Ticket durch die Stadt zu fahren.

Wie das möglich ist? Dem Journalisten Sebastian Pertsch, der für das Verbraucherportal "Deutschland sicher im Netz" arbeitet, war zunächst aufgefallen, dass man als Käufer des Tickets für den kurz bevorstehenden Oktober noch keine haptische Chipkarte erhält – sondern lediglich einen ausgedruckten Zettelbeleg, auf dem man seinen Namen selbst eintragen muss.

Die Konsequenz von Stand Mittwochabend: Auch wenn auf dem Schein steht, dass der Fahrschein nicht übertragbar ist, kann dieser beliebig oft ausgedruckt und im Nahverkehr genutzt werden. Die einzige Herausforderung dabei: Zum Blatt Papier muss man seinen Ausweis mit sich führen, der dieselben Personendaten enthält, wie auf dem Schein angegeben – Vorname und Nachname also. So steht es auf dem Schein.

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Schwarzfahren soll verhindert werden: BVG stellt Angebot um

Pertschs Beitrag bei Twitter verbreitete sich im Netz in Windeseile, zahlreiche Berliner witterten die Chance, mit dem simplen Ausdruck einen Monat lang kostenlos in der Hauptstadt unterwegs zu sein. Ein BVG-Sprecher bestätigte t-online am Vormittag dann, dass es zu der Panne gekommen sei.

Um ein zahlreiches Falschfahren mit Fake-Tickets auszuschließen, plane man nun eine Umstellung des Angebots. Und zwar sollen Kunden im FAQ der BVG künftig klar darauf hingewiesen werden, dass sie als Besitzer des 29-Euro-Monatstickets bei einer Fahrkartenkontrolle ab Oktober neben der "Abo-Einstiegskarte" aus Papier und ihrem Ausweis auch eine Bestellbestätigung vorweisen müssen.

So will die BVG also verhindern, dass findige Berliner den im Netz kursierenden Zettel einfach ausdrucken und ausfüllen. Zudem planen die Verkehrsbetriebe noch einen weiteren Schritt, um das Schwarzfahren zu unterbinden, wie die BVG t-online informierte: Ab Freitag soll die im Online-Bestellvorgang erhältliche Einstiegskarte, die nur für den Oktober gilt, dann jeweils den Namen des Käufers automatisiert enthalten.

BVG entschuldigt sich

Alle Kunden, die das 29-Euro-Ticket bereits erhalten haben, sollen über die Änderungen "zeitnah" informiert werden. Man entschuldige sich für "etwaige Verunsicherungen". Das Papierticket als Übergangslösung bis zur haptischen Chipkarte im November hatten die Verkehrsbetriebe gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) entwickelt, um den Start des 29-Euro-Tickets noch Anfang Oktober überhaupt möglich zu machen.

Bisher konnten BVG-Abonnements online nur bis zu zwei Wochen vor Beginn des Gültigkeitsmonats abgeschlossen werden, so der Sprecher weiter, damit die dafür gültige Chipkarte die Pendler noch rechtzeitig erreichen kann. Mit dem 29-Euro-Monatsticket haben die Berliner Verkehrsbetriebe eine Nachfolgelösung für das Ende August ausgelaufene 9-Euro-Ticket entwickelt. So sollen von den zuletzt stark gestiegenen Preisen belastete Berliner bei den Ausgaben für ihre Fahrten im Nahverkehr entlastet werden.

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Verwendete Quellen
  • E-Mail-Kontakt mit Sprecher der BVG
  • Beitrag auf Twitter von Sebastian Pertsch
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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Von Jannik Läkamp
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