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Mörder im Darknet gesucht: 28-Jähriger muss nach versuchter Anstiftung zum Mord in Haft


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Richter fordert viereinhalb Jahre Haft für Auftraggeber

Von dpa
Aktualisiert am 08.12.2022Lesedauer: 1 Min.
Vorsitzende Kammer Berlin (Symbolbild): Wegen versuchter Anstiftung zum Mord soll der 28-jährige Angeklagte mehr als vier Jahre in Haft.
Vorsitzende Kammer Berlin (Symbolbild): Wegen versuchter Anstiftung zum Mord soll der 28-jährige Angeklagte mehr als vier Jahre in Haft. (Quelle: Olaf Wagner)
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Um den Lebensgefährten eines anderen zu töten, war ein Mann bereit, 22.000 Euro zu zahlen. Der Mord fand nie statt, doch die Haft soll vier Jahre dauern.

Ein 28-Jähriger, der im Darknet nach einem Auftragsmörder gesucht und einen Auftrag erteilt hatte, ist zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte habe sich der versuchten Anstiftung zum heimtückischen Mord schuldig gemacht, begründete das Berliner Landgericht am Donnerstag.

Umgebracht werden sollte der Lebensgefährte eines Mannes, in den sich der 28-Jährige verliebt hatte. Der Angeklagte habe "alles in seiner Macht Stehende getan, um eine rasche Umsetzung seines Auftrags zu erreichen", hieß es im Urteil. Er sei allerdings auf eine Betrugsseite hereingefallen.

Berliner Staatsanwältin forderte sechs Jahre Haft

Der deutsche Angeklagte hatte laut Ermittlungen im März dieses Jahres im Darknet einen Tötungsauftrag erteilt und für die Tat rund 22.000 Euro angeboten. Die Plattform, über die er einen Killer suchte, habe jedoch nur dazu gedient, betrügerisch Bitcoins zu erlangen.

Der 28-Jährige hatte gestanden und erklärt, er sei schockiert über sein damaliges Verhalten. Er sei froh, dass nichts passiert ist. Die Staatsanwältin hatte sechs Jahre Haft gefordert. Die Verteidigerin plädierte auf drei bis vier Jahre Gefängnis.

Der Vorsitzende Richter sagte, die relativ milde Strafe habe sich der Angeklagte durch sein Geständnis verdient. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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