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Folgen der Sturmflut an der Ostsee: Munitionsreste an Strand freigelegt


Folgen der Sturmflut
Explosionsgefahr? Munition an Strand freigelegt

Von dpa
02.11.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0311752293Vergrößern des BildesAm Kap Arkona auf Rügen ist ein breites Stück Steilküste abgebrochen. (Quelle: IMAGO/Christian Rödel)
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An der Ostsee sind die Folgen der schweren Sturmflut spürbar. Auf Rügen ist ein Stück Steilküste abgebrochen, am Festland wurden Munitionsreste freigelegt.

Auch knapp zwei Wochen nach der Ostsee-Sturmflut sind die Auswirkungen an Stränden im Nordosten teils deutlich sichtbar. An der nördlichen Spitze Rügens, am Kap Arkona, ist die Steilküste auf breiter Front abgebrochen. "Das sind mindestens 100 Meter", sagte Andreas Heinemann, Chef der dortigen Tourismusgesellschaft, am Mittwoch. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus warnte: "Von Spaziergängen an den Steilufern, sei es an den Kliffkanten oder unterhalb der Steilküsten, rate ich dringend ab."

Auch Schilder halten laut Heinemann dennoch einige nicht davon ab, sich unterhalb des aktiven Kliffs aufzuhalten. "Das ist einfach immer schon gefährlich gewesen." An Rügens Steilküste gibt es immer wieder Notfälle. Im Dezember 2011 starb ein zehnjähriges Mädchen nach einem Steilküstenabsturz auf der anderen Seite des Kap Arkona.

Heinemann schätzt das Volumen der jüngsten Abbrüche auf etwa 15.000 Kubikmeter. Das sei aber nach einem Blick von der Seite nur schwer zu sagen. "Das ist ein riesiger Abbruch". Das Hochwasser habe das Kliff angegriffen. "Dann ist es unterhöhlt, und irgendwann bricht es dann von oben runter." Er rechnet mit weiteren Abbrüchen.

Munition am Strand: Menschen sollen Bereich meiden

Verschüttet zu werden, drohe auch an abgebrochenen Dünen, warnte Backhaus. Sein Ministerium wurde nach eigenen Angaben außerdem darüber informiert, dass die Sturmflut am Ostseestrand im Bereich des Naturschutzgebietes Riedensee bei Kühlungsborn und Bastorf Munitionsreste freigelegt habe. Menschen sollten diesen Bereich meiden. Die Verantwortlichen würden sich um die Bergung kümmern.

Der Minister betonte, dass die Küstenschutzanlagen des Landes alle standgehalten hätten und auch für kommende Ereignisse gut gerüstet seien. In einigen Abschnitten seien Sandaufspülungen aber eher als geplant erforderlich. Einige Deiche, die nicht Teil der Landesküstenschutzanlagen seien, etwa zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen, seien überströmt und beschädigt worden. Nach Einschätzung des Umweltministeriums habe aber keine Gefahr für Wohngebäude oder eine relevante Anzahl von Nebengebäuden bestanden.

Heinemann erklärte, dass die Abbrüche anderswo wiederum den Erhalt von Stränden unterstützten. Die Abbrüche hätten schon in der Vergangenheit Rügen geformt. "Das ist die natürliche Küstendynamik." Die könne man zwar etwa mit Befestigungen beeinflussen. Aber dadurch erreiche man nichts Gutes.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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