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Schwindel mit geleasten Luxusautos: Bewährungsstrafen

Berlin  

Schwindel mit geleasten Luxusautos: Bewährungsstrafen

16.06.2021, 17:25 Uhr | dpa

Schwindel mit geleasten Luxusautos: Bewährungsstrafen. Justitia

Eine Justitia an einem Gerichtsgebäude. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

In einem Prozess um Betrügereien mit geleasten Luxusautos sind in Berlin zwei Männer verurteilt worden. Zwei Jahre Haft auf Bewährung verhängte das Amtsgericht Tiergarten am Mittwoch gegen einen 33-Jährigen. Gegen einen 49-Jährigen ergingen zehn Monate Haft auf Bewährung wegen Beihilfe. Ein dritter Angeklagter wurde freigesprochen. Der 33-Jährige habe den Betrug eingefädelt, weil er eine Autovermietung mit hochwertigen Fahrzeugen eröffnen wollte, so das Gericht. Vier Wagen seien mit falschen Unterlagen geleast worden. Der Schaden liege bei rund 345.000 Euro.

Anders als die Staatsanwaltschaft ging das Gericht nicht von einer Bande aus. Eine "bandenmäßige Abrede" sei "nicht im Ansatz nachgewiesen worden", so der Richter. Es habe sich auch "nicht im Ansatz ergeben", dass der Freigesprochene an dem Betrug beteiligt war.

Der 33-Jährige wurde des Betrugs, des Gebrauchs unechter Urkunden sowie des Computerbetrugs schuldig gesprochen. Der 49-Jährige habe als damaliger Verkäufer in einem Autohaus erkannt, dass gefälschte Gehaltsbescheinigungen vorgelegt wurden, hieß es im Urteil. Er habe als Gehilfe die Unterlagen an eine Bank weitergeleitet.

Zu den Taten sei es zwischen Januar und April 2016 gekommen, hieß es weiter im Urteil. Der 33-Jährige habe Personen überredet, private Leasingverträge abzuschließen. Weil sie tatsächlich finanziell dazu nicht in der Lage waren, seien über den 33-Jährigen gefälschte Gehaltsbescheinigungen eingereicht worden. Drei der vier Fahrzeuge seien später auf unbekannte Weise in das Ausland gelangt.

Die Staatsanwältin hatte gegen die drei Männer Gefängnisstrafen von bis zu dreieinhalb Jahren gefordert. Für zwei der Angeklagten hatten ihre Verteidiger auf Freispruch plädiert. Der Anwalt des 33-Jährigen beantragte eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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