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Bielefeld: Nach Rassismusvorwurf – Tumulte bei Polizeikontrolle

Flaschenwürfe auf Beamte  

Tumulte bei Polizeikontrolle in Bielefeld nach Rassismusvorwurf

08.06.2020, 18:22 Uhr | dpa, t-online

Bielefeld: Nach Rassismusvorwurf – Tumulte bei Polizeikontrolle. Polizisten auf dem Bielefelder Kesselbrink (Archivbild): Dort ist es am Wochenende zu Tumulten zwischen der Polizei und einer größeren Menschenansammlung gekommen. (Quelle: imago images/Wedel)

Polizisten auf dem Bielefelder Kesselbrink (Archivbild): Dort ist es am Wochenende zu Tumulten zwischen der Polizei und einer größeren Menschenansammlung gekommen. (Quelle: Wedel/imago images)

Eine Polizeikontrolle in Bielefeld ist an einem Treffpunkt der örtlichen Drogenszene aus dem Ruder gelaufen. Am Ende rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an. Der Grund: ein Rassismusvorwurf.

Zunächst waren es nur sechs Menschen, doch am Ende stand die Polizei einer Gruppe von mehr als 50 Personen gegenüber. Eine Polizeikontrolle ist in der Nacht zu Sonntag in Bielefeld eskaliert. Wie die Behörde berichtet, wollten Beamte am Samstag gegen 23 Uhr auf dem Kesselbrink, der als Treffpunkt der Bielefelder Drogenszene bekannt ist, eine Gruppe von sechs Menschen kontrollieren. Laut Mitteilung soll sich die Gruppe "lautstark" verhalten und Müll hinterlassen haben.

Bei der Kontrolle eines Mannes aus der Gruppe begann dann der Zwist, der zu dem Großeinsatz führte. Denn der 23-Jährige unterstellte rassistische Motive, als die Polizei seinen Ausweis sehen wollte. Denn laut Polizeimitteilung stamme der Mann aus Burkina Faso und sah die Kontrolle wohl deswegen als rassistisch motiviert an. Es gab ein Gerangel, mehr Menschen kamen dazu, die Polizisten setzten Reizgas ein und riefen Verstärkung.

Demo gegen Festnahme

Als am Ende die Besatzungen von 16 Streifenwagen einer Menge von mehr als 50 Menschen gegenüberstanden, habe die Lage sich beruhigt. Die Beamten wurden zuvor jedoch aus der Gruppe heraus "massiv" mit Glasflaschen beworfen. Zwei Polizisten und ein Mann wurden dabei leicht verletzt. Der 23-Jährige Afrikaner wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen, später aber wieder entlassen.

Unterdessen hat es nach dem Vorfall am frühen Sonntagmorgen am Abend eine Demonstration in Bielefeld gegeben. Etwa 500 überwiegend junge Menschen haben laut WDR am Sonntagabend gegen die Festnahme des 23-Jährigen protestiert.

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