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Rose mag keine Hausaufgaben: "Mega intensive" Videoeinheit

Von dpa
Aktualisiert am 02.10.2022Lesedauer: 2 Min.
RB Leipzig - VfL Bochum
Leipzigs Trainer Marco Rose reagiert am Spielfeldrand. (Quelle: Jan Woitas/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Mit einer intensiven Videolehrstunde vermittelte Marco Rose seinem Team die Neuausrichtung seiner Fußball-Philosophie. Eine andere Chance hatte er auch nicht. Denn in der Länderspielpause war nur gut ein halbes Dutzend Profis auf dem Trainingsplatz verfügbar, taktische Einheiten waren kaum möglich. Und mit Homeoffice hat er schlechte Erfahrungen gemacht. "Bei Hausaufgaben bin ich ein bisschen skeptisch, das weiß ich von meiner Tochter", sagte er nach dem überzeugenden 4:0 (2:0) gegen den VfL Bochum. "Ich hatte daher etwas vorbereitet, da fiel die Sitzung etwas länger aus, sie war mega intensiv. Aber schön, wenn die Jungs zuhören und das auch umsetzen", betonte Rose.


So harmonierte das erstmals von ihm komplett gebrachte Sturmtrio mit Christopher Nkunku, Timo Werner und André Silva bestens. Mit ständigem Positionswechsel wirbelten sie die völlig überforderte VfL-Abwehr durcheinander. Kritiker hatten ein funktionierendes Zusammenspiel der Angreifer Nkunku und Werner bezweifelt. Rose will beide Fähigkeiten einen. "Ich begrüße sehr, dass Timo wieder da ist und Christo noch da ist, ich glaube nicht, dass Timo Christo was wegnimmt oder Christo Timo - beide können abschließen und identifizieren sich über Tore", sagte Rose.

Werner (15. Minute) schoss die Leipziger am Samstag vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Nkunku (23.) per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim zweiten Elfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.).

Nun müsse RB am Mittwoch in der Champions League nach zwei Niederlagen "eine ähnliche Leistung aufs Feld bringen", fordert der RB-Coach. Aber war das Bundesliga-Schlusslicht überhaupt ein Gradmesser? Mitnichten. Die Bochumer agierten ängstlich, harmlos und hatten am Ende nur eine Chance in der 69. Minute. Da kommen die Schotten mit einer anderen Einstellung daher. "Gegen Celtic Glasgow wird von uns wieder viel Intensität verlangt", sagte Marcel Halstenberg.

Laufbereitschaft, Tempo und Mentalität sind das eine, zielführend sind am Ende die Lösungen in der Box. Daher gab Rose seinem Team ganz klare Ansätze mit. "Wir haben mehr Vorgaben für die Abläufe im letzten Drittel. Der Trainer gibt viele Sachen vor, wie seine Handschrift ist", betonte sein einstiger Musterschüler aus Salzburg, Xaver Schlager. Die Zielrichtung ist klar: "Er will das Team näher zusammenbringen, dass jeder für den anderen da ist, da coacht er uns täglich."

Offen bleibt noch, wie die Abwehr gegen Glasgow agiert. Immerhin war es gegen Bochum erst das dritte Zu-Null-Spiel in der Liga. Wirklich vor Aufgaben gestellt wurde die RB-Defensive dabei nicht. Halstenberg bekam vor David Raum den Vorzug und meinte nach gelungenem Auftritt: "Wenn man mich braucht, bin ich da. Wir gewinnen nur als Team." Keine Einsatzzeit bekam diesmal Neuzugang Abdou Diallo. "Wir hatten ein Gespräch gehabt, er gehört einfach auf den Platz, doch es ist am Ende auch eine Mischung aus Schonen und auf Verletzungen achten", meinte Rose, der nach dem Ausfall von Lukas Klostermann mit Blick auf die Mammutaufgaben in drei Wettbewerben die Kräfte sinnvoll einteilen muss.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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