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Lage auf Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung schwierig

Von dpa
30.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Werkstatt
Ein Mann arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die Lage auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt bleibt auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie für Menschen mit Behinderung angespannt. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres waren im bevölkerungsreichsten Bundesland im Durchschnitt mehr als 52 500 Menschen mit Behinderung arbeitslos - und damit sogar noch einmal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Aktion Mensch und das Handelsblatt Research Institute am Dienstag in ihrem Inklusionsbarometer Arbeit berichteten.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung lag damit in NRW fast neun Prozent über dem Niveau vor der Pandemie. Zum Vergleich: Bundesweit lag das Plus bei rund acht Prozent. Den höchsten Anstieg der Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Behinderung verzeichnen der Studie zufolge nach wie vor die Bundesländer Hamburg mit einem Plus von fast 16 Prozent im Vergleich zum Oktober 2019 sowie Bayern mit einem Plus von rund 14 Prozent im gleichen Zeitraum.

"Im Jahr 2020, dem ersten der Pandemie, erlitt die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt einen massiven Rückschlag. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung stieg in kürzester Zeit auf den höchsten Stand seit 2016", sagte die Bereichsleiterin Aufklärung der Aktion Mensch, Christina Marx. Diese Situation habe sich bis dato kaum verändert.

Zwar profitierten auch Menschen mit Behinderung im Laufe dieses Jahres etwas von der Erholung des Arbeitsmarktes. Bundesweit sank die Zahl der arbeitslos Gemeldeten von 180 000 im Januar auf knapp 166 500 im Oktober. Damit habe sich der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung jedoch weniger positiv entwickelt als der für Menschen ohne Behinderung. Insgesamt waren im Oktober noch immer fast 13 000 mehr arbeitslos gemeldet als im Oktober des Vorkrisenjahrs 2019. Einmal arbeitslos fänden Menschen mit Behinderung schwerer in den Arbeitsmarkt zurück als Beschäftigte ohne Behinderung, heißt es in der Studie.

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