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Innensenator bleibt hart: 14 Wettbüros in Bremen bleiben geschlossen


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Innensenator bleibt hart: 14 Wettbüros in Bremen bleiben geschlossen

Von t-online, stk

26.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Logo vom Wettanbieter Tipico über einer Filiale (Symbolfoto): Aufgrund von "Unzuverlässigkeit" bleiben acht Wettbüros geschlossen.
Logo vom Wettanbieter Tipico über einer Filiale (Symbolfoto): Aufgrund von "Unzuverlässigkeit" bleiben acht Wettbüros geschlossen. (Quelle: IMAGO/Waldmüller)
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Es war nur eine winzige Änderung im Kleingedruckten – doch die hatte es in sich: Bremens Wettbürobetreiber mussten die Herkunft ihrer Gelder nachweisen. Nicht alle konnten das.

"Abertausende Seiten" hatten Mitarbeiter des Bremer Ordnungsamtes gewälzt, Unterlagen und Bilanzen gesichtet. Jetzt steht fest: 14 Wettbüros in der Hansestadt dürfen vorerst nicht wieder öffnen. Das teilte eine Sprecherin des Bremer Innenressorts am Montag mit.

Hintergrund war, dass Bremen als erstes Bundesland eine Änderung des Glücksspielgesetzes vorgenommen hatte, das die Betreiber dazu zwang, nachzuweisen, woher das Startkapital zur Gründung ihrer Wettbüros kam. Bis Ende vergangener Woche hatten die Finanzexperten die Unterlagen geprüft, nun stehen die Ergebnisse fest.

Insgesamt 14 Wettbüros dürfen nicht wieder öffnen. Zwar habe sich bei keinem der 14 Sportwettstellen der Verdacht auf Geldwäsche erhärtet, dennoch versagte die Behörde den Betrieb. Einem Betreiber wurde in acht Fällen aufgrund von "Unzuverlässigkeit" die Erlaubnis entzogen. In der Vergangenheit seien gegen den Mann, so die Behördensprecherin, "über Jahrzehnte eine Vielzahl von Strafverfahren" geführt worden. Zudem seien im vergangenen Sommer in einem der Wettbüros Waffen und Drogen gefunden worden.

Innensenator hofft auf Nachahmer aus anderen Bundesländern

In sechs weiteren Fällen wurden die Anträge aufgrund von "Abstandskollisionen" versagt. Nach dem Bremischen Glücksspielgesetz dürfen beispielsweise keine Wettbüros näher als 250 Meter zu Schulen betrieben werden. Zwischen einzelnen Wettbüros gilt die gleiche Abstandsregel.

In einem Fall musste erst die Betreiberfirma ihren Prokuristen abberufen, damit die Erlaubnis wieder erteilt werden konnte. Das Ordnungsamt stufte den Mann nach Angaben der Sprecherin als unzuverlässig ein, weil gegen ihn "Vorstrafen und diverse strafrechtliche Ermittlungsverfahren" vorgelegen hätten.

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zieht indes eine vorerst positive Bilanz: "Die sehr arbeitsintensive Überprüfung hat sich gelohnt. Zwar konnten bisher fast alle Betreiber die rechtmäßige Herkunft der Mittel darlegen. Die Tatsache aber, dass wir bei der Überprüfung dieser Branche auf zweifelhafte Personen, die in Verantwortung standen, gestoßen sind, sollte jedoch zu denken geben." Mäurer sei überdies optimistisch, dass das Bremer Modell auch in anderen Bundesländern Schule machen könnte.

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Verwendete Quellen
  • Senatspressestelle: Mitteilung vom 26. September 2022
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