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Bremen: Sehr hoher Pflegekräftemangel – so viel Personal fehlt


Bundesweite Spitze
Pflegekräftemangel in Bremen erreicht kritischen Punkt

Von dpa, t-online
09.04.2024Lesedauer: 2 Min.
Ein Pfleger hält in einem Pflegeheim die Hand einer Bewohnerin (Symbolbild): In Bremen fehlen Pflegekräfte mehr als andernorts.Vergrößern des BildesEin Pfleger hält in einem Pflegeheim die Hand einer Bewohnerin (Symbolbild): In Bremen fehlen Pflegekräfte mehr als andernorts. (Quelle: Oliver Berg/dpa)
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Bremen ringt mit einem akuten Pflegekräftemangel, der sich schneller zuspitzt als anderswo. Ein neuer DAK-Report offenbar die drastische Lage.

Bremen steht angesichts des zunehmenden Pflegekräftemangels vor einer großen Herausforderung. Die Auswirkungen werden in Bremen noch schneller zu spüren sein als in den meisten anderen Bundesländern. Das zeigt der aktuelle Pflegereport der DAK Gesundheit. Demnach wird das Bundesland Bremen gemeinsam mit Bayern bereits in fünf Jahren einen personellen Kipppunkt erreichen.

Das bedeutet, dass schon im Jahr 2029 nicht mehr ausreichend Absolventinnen und Absolventen vorhanden sind, um die Lücken zu schließen, die durch den altersbedingten Berufsaustritt der Baby-Boomer-Generation entstehen.

In Bremen fehlt bundesweit am meisten Pflegepersonal

Der Report, welcher am Dienstag in Berlin vorgestellt wird und unter der Leitung von Professor Thomas Klie vom Institut AGP Sozialforschung erstellt wurde, legt dar, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre nahezu jedes Bundesland damit rechnen muss, rund 20 Prozent seines Pflegepersonals zu ersetzen. Besonders betroffen ist dabei das Bundesland Bremen, wo der Ersatzbedarf am höchsten ist – hier müssen 26,5 Prozent des Personals ersetzt werden.

Die Studie hebt hervor, dass Pflegeberufe durch einen lokalen Arbeitsmarkt gekennzeichnet sind und die Berufsmobilität als gering einzustufen ist. Dies führt dazu, dass sich die Kipppunkte stark innerhalb der einzelnen Bundesländer unterscheiden können. Dadurch wird die Ausbildung vor Ort zu einem entscheidenden Faktor im Kampf gegen den Mangel an Fachkräften in der Pflege.

Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf das Pflegesystem wurden in dem Report eingehend untersucht. Angesichts dieser Entwicklung stehen politische Entscheidungsträger sowie das Gesundheits- und Bildungssystem vor großen Aufgaben, um eine adäquate Versorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können. Initiativen zur Förderung von Ausbildungskapazitäten und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich könnten dabei wesentliche Schritte sein.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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