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Lürssen bekommt Zuschlag für drei Marine-Aufklärungsschiffe

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Lürssen bekommt Zuschlag für drei Marine-Aufklärungsschiffe

24.06.2021, 16:04 Uhr | dpa

Lürssen bekommt Zuschlag für drei Marine-Aufklärungsschiffe. Lürssen-Werft

Das Logo der Lürssen-Werft hängt an einer Schiffbauhalle. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Bremer Lürssen-Werft hat den Zuschlag für den Bau dreier Flottendienstboote für die Marine erhalten. Die Boote, die zur elektronischen Aufklärung und Informationsbeschaffung eingesetzt werden, sollen die Einheiten der Oste-Klasse ersetzen und werden voraussichtlich ab 2027 zur Verfügung stehen, teilte die Werft am Donnerstag mit. Ein weiterer Auftrag, von dem auch die Meyer-Werft und Standorte in Mecklenburg-Vorpommern profitieren könnten, ist zumindest in Sicht.

"Wir freuen uns, dass uns das Bundesverteidigungsministerium im Anschluss an die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages die Verantwortung übertragen hat, als Generalunternehmer diese wichtige Beschaffungsvorhaben zu realisieren", sagte Lürssen-Geschäftsführer Tim Wagner mit Blick auf die Flottendienstboote. "Wir werden nun unverzüglich in die Entwurfsphase einsteigen und Gespräche mit potenziellen Partnern aus der Werftenbranche und der Systemtechnik aufnehmen."

Wie der Haushaltsexperte der Union, Eckhardt Rehberg, sagte, geht ein Großteil der Rüstungsaufträge an die Lürssen-Gruppe und auch die Meyer-Werft in Papenburg. Beide Unternehmen haben mit der Peenewerft in Wolgast (Lürssen) und der Rostocker Neptun-Werft (Meyer) auch Standorte in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Einschätzung Rehbergs werden 2022 in Rostock Arbeiten für den Bau von zwei Marinetankschiffen beginnen. Mit der Fertigstellung sei 2025 zu rechnen. Über die Auftragsvergabe hatten die "Ostsee-Zeitung" und der NDR berichtet.

Bei Thema Tankschiffe hielten sich aber beide Unternehmen bedeckt. Lürssen bestätigte zwar ein gemeinsames Angebot mit Meyer zum Bau der beiden Tanker. Es liege aber keine Rückmeldung vom Auftraggeber vor. Die Meyer-Werft teilte mit, dass man sich generell nicht zu Ausschreibungen und Auftragsvergaben äußere.

Der Haushaltsauschuss des Bundestags hatte am Mittwoch milliardenschwere Rüstungsprojekte gebilligt, darunter die Anschaffung dreier Flottendienstboote mit einem Auftragsvolumen von zwei Milliarden Euro. Die 130 Meter langen Schiffe sollen mit modernster Sensorik ausgerüstet werden. Die derzeitigen Schiffe sind bereits über 30 Jahre im Einsatz und gehören zum Verband des 1. U-Bootgeschwaders.

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