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In Bremen scheiterten meisten Firmen die an Pandemie

Weit über Durchschnitt  

In Bremen scheiterten die meisten Firmen an Pandemie

01.10.2021, 14:29 Uhr | dpa

In Bremen scheiterten meisten Firmen die an Pandemie. Hinweisschild zur Maskenpflicht in der Bremer Innenstadt (Symbolbild): Firmen in der Hansestadt waren während der Corona-Pandemie deutschlandweit am meisten von Insolvenzen betroffen. (Quelle: imago images/Chris Emil Janßen)

Hinweisschild zur Maskenpflicht in der Bremer Innenstadt (Symbolbild): Firmen in der Hansestadt waren während der Corona-Pandemie deutschlandweit am meisten von Insolvenzen betroffen. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)

In Bremen hat die Corona-Krise vergleichsweise viele Firmen in die Knie gezwungen. Das hat das Statistische Bundesamt errechnet. Dabei liegt der deutsche Durchschnitt weit unter Bremen.

Bremer Firmen waren während der Pandemie besonders stark von Pleiten betroffen: Mit 8,3 beantragten Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen im Monatsdurchschnitt machte der Stadtstaat im Jahr 2020 die tragische Spitze unter den 16 Bundesländern.

Der bundesweite Durchschnitt der Insolvenzhäufigkeit für das Jahr 2020 lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag bei 4,0. Das heißt von 10.000 Unternehmen rutschten durchschnittlich im Monat vier in die Pleite. Im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, waren es 4,8 pro Monat.

Bremen bei Firmenpleiten während Corona deutschlandweit an der Spitze

Bremen war den Angaben zufolge das einzige Bundesland, in dem im Corona-Jahr 2020 mehr Unternehmensinsolvenzen beantragt wurden als 2019 (6,9), bevor Sonderregelungen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kraft getreten waren.

Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt eines Insolvenzgrundes wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Seit dem 1. Mai 2021 gilt die Insolvenzantragspflicht wieder in vollem Umfang.

Corona-Pleitewelle: Auch Berlin, NRW, Saarland und Hamburg stark betroffen

Die befürchtete Welle an Firmenpleiten zeigt sich bislang aber nicht in der amtlichen Statistik. Mit 7.408 Fällen lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr des laufenden Jahres nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar um 17,7 Prozent unter dem Wert der ersten sechs Monate 2020.

Im vergangenen Jahr war dem Bundesamt zufolge Berlin mit 6,1 Unternehmensinsolvenzen pro 10.000 Unternehmen am zweitstärksten betroffen. Nordrhein-Westfalen war 2020 das Flächenland mit dem höchsten Wert (5,4).

Über dem Bundesschnitt lagen auch das Saarland (5,0), Hamburg (5,0), Sachsen-Anhalt (4,6) und Hessen (4,2). In Thüringen war die Insolvenzhäufigkeit mit 2,5 Fällen pro 10.000 Unternehmen am niedrigsten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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