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Bremer Senatorin: Klimawandel ist Grund für Asyl

Von dpa
Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 1 Min.
Anja Stahmann (Grüne), Integrationssenatorin in Bremen (Archivbild): Fordert Flucht wegen Klimawandel in die Flüchtlingskonvention aufzunehmen.
Anja Stahmann (Grüne), Integrationssenatorin in Bremen (Archivbild): Fordert Flucht wegen Klimawandel in die Flüchtlingskonvention aufzunehmen. (Quelle: Ingo Wagner/dpa-bilder)
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Die Gründe, aus denen Menschen aus ihrem Land fliehen sind vielfältig: Bremens Integrationssenatorin Anja Stahmann fordert nun, dass Flucht aufgrund des Klimawandels ebenfalls unter die Flüchtlingskonvention fallen soll.

Das Bundesland Bremen fordert eine Änderung des Asylrechts, um die Folgen des Klimawandels als Fluchtgrund anzuerkennen. "Wer wegen Klima- und Umweltveränderungen seine Heimat verlassen muss, wird von Schutzinstrumenten wie der Genfer Flüchtlingskonvention derzeit nicht erfasst", sagte Bremens Integrationssenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Klimaflüchtlingen dürfe aber auch nach Auffassung des UN-Menschenrechtsausschusses ein Recht auf Asyl nicht verwehrt werden, wenn ihr Leben in ihrer Heimat in Gefahr sei.

Die Integrationsminister der Länder beraten bei ihrer Konferenz am Donnerstag in Hamburg einen Antrag Brandenburgs und Bremens zu dem Thema, der unter dem Titel "Klimafolgen als Abschiebungshindernis anerkennen" steht.

Bremer Senatorin will Anerkennung von Klima als Grund zur Flucht

Stahmann verwies auf Zahlen der Vereinten Nationen, wonach bis 2050 weltweit mehr als 200 Millionen Menschen in Folge des Klimawandels aus ihrer Heimat vertrieben würden. Die Staatengemeinschaft sei gefordert, grundlegende Veränderungen im Migrations- und Asylrecht vorzunehmen.

Als hochindustrialisiertes Land weise Deutschland einen im globalen Vergleich deutlich überdurchschnittlichen Treibhausgasausstoß aus. Daher müsse die Bundesrepublik ihrer besonderen Verantwortung gerecht werden, indem sie sich für eine Anpassung internationaler Rechtsstandards wie der Genfer Flüchtlingskonvention einsetze und auch das eigene Asylrecht um Klimafolgen-Fluchtgründe ergänze.

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