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Nach Randalen bei "Creed III": Kino in Hamm lässt nur noch über 18-Jährige zu


Creed III: Kino in Hamm lässt nur noch über 18-Jährige zu

Von t-online, dpa, tht

Aktualisiert am 09.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Popcorn und Getränke liegen in einer noch nicht gereinigten Reihe eines Kinosaals verstreut. Junge Leute haben in mehreren Kinos randaliert und den Abbruch der Vorführung erzwungen. Als die Polizei eintraf, war der Spuk meist schon vorbei. Die Polizei Essen hat nach eigenen Angaben Hinweise auf eine Challenge - bei der die Akteure sich anstacheln, mit ihren Aktionen den Abbruch von Kinovorführungen zu erzwingen.Vergrößern des BildesPopcorn und Getränke liegen in einer noch nicht gereinigten Reihe eines Kinosaals verstreut: Junge Leute hatten bei Creed-Vorstellungen in mehreren Kinos randaliert. (Quelle: Reinhard Berens/Kino Tichelpark/dpa)
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Deutsche Kinos rüsten sich nach den Ausschreitungen bei "Creed III" fürs Wochenende: In Hamm dürfen jetzt nur noch Volljährige in die Vorstellung des Boxer-Films.

Das Kino Cinemaxx in Hamm lässt bei Vorstellungen von "Creed III – Rocky’s Legacy" nur noch volljährige Zuschauer zu. Das Kino habe die Freigabe des Films von 12 auf 18 Jahre hochgestuft, berichtet der Westfälische Anzeiger (WA).

In Deutschland und anderen Ländern hatte es in einigen Kinos Störaktionen gegeben, während dort "Creed III" lief, ein neuer Film der Saga um den Boxer "Rocky". Große Polizeieinsätze gab es nach Ausschreitungen in Hamburg, Essen und Bremen. Insbesondere auf Tiktok waren viele Aufnahmen von den Vorfällen gepostet worden. Die Polizei Essen sah Hinweise auf eine Challenge. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kinos rüsten sich mit Security-Personal

Seit dem Wochenende sei es in deutschen Kinos ruhig geblieben, teilte der Kinoverbandschefin Christine Berg mit. Die Kinos sind nach ihrer Einschätzung auch besser vorbereitet. Es gebe mehrere Möglichkeiten, etwa verstärkte Security. So rüstet etwa die Cineplex-Gruppe ihre Kinos mit Security-Kräften vor den Sälen auf und führt Taschenkontrollen durch, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) berichtet. Dabei seien bereits Schlagringe, Messer und andere kleinere Waffen aufgetaucht.

Manche Kinos änderten auch die Anfangszeiten der Filme etwas, um beim Einlass besser im Blick zu haben, wer komme. Als sie "Creed III" im Kino gesehen habe, hätten Jugendliche mit Spielkarten geschmissen, sagte Berg als Vorstandsvorsitzende des Verbands HDF Kino der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Da habe sie gesagt: "Könntet ihr bitte einfach aufhören?" Das hätten sie dann gemacht. Berg spricht von Einzelfällen.

Sie mache das sprachlos, sagte Berg. Offenbar gehe es um Aufmerksamkeit, sie wolle aber keine Küchenpsychologie betreiben. "Wir empfinden das als einen aggressiven Akt. Wir finden das auch nicht lustig." Für sie sei eine Grenze überschritten. Kinos seien ein Ort, an dem man in Ruhe einen Film genießen könne.

Kinobetreiber in Bremen will einzelnen Personen keine Tickets verkaufen

In Bremen gab der Betreiber eines Kinos auf seiner Facebookseite bekannt, dass am Wochenende für bestimmte Filme mit der sogenannten "Freikarte" keine Tickets mehr gekauft werden können. Unter den betroffenen Filmen ist auch "Creed III". Auch werde nach dem Hausrecht einzelnen Personen keine Tickets verkauft, teilte der Betreiber mit.

Video | Randale im Kino: Jugendliche sorgen für Filmabbruch
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Quelle: t-online

Die Polizei war am Samstag in Bremen mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. Am Freitagabend hatte es in dem Kino zudem einen Streit zwischen Jugendlichen gegeben, bei dem auch Pfefferspray zum Einsatz gekommen war. Die "Freikarte" mit einem Guthaben über 60 Euro war allen Kindern und Jugendliche in Bremen im Herbst 2022 zugeschickt worden. Sie kann für Freizeitangebote wie Schwimmbad-, Eislaufhallen- oder Kinobesuche genutzt werden. Der Senat will so helfen, versäumte Aktivitäten während der Corona-Pandemie nachzuholen.

Auch bei der Cinestar-Gruppe hat man bereits Maßnahmen ergriffen: "Wir behalten uns vor, bei Fehlverhalten Hausverbot zu erteilen und gegebenenfalls Schadenersatzforderungen zu stellen." sagte Geschäftsführer Oliver Fork, t-online.

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