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Prozessauftakt: Wollte Jalal J. in Castrop-Rauxel eine chemische Bombe bauen?


Anschlag mit Giftwaffe geplant? Jalal J. schweigt beim Prozessauftakt

Von dpa
Aktualisiert am 20.09.2023Lesedauer: 2 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:230108-911-000854Vergrößern des BildesIn Castrop-Rauxel wurde Jalal J. im Oktober per Großeinsatz der Polizei und der Feuerwehr festgenommen. (Quelle: Karsten Wickern/dpa)
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Jalal J. soll einen islamistischen Anschlag mit hochgiftigen Stoffen geplant haben. Am Mittwoch startete der Prozess. Der 26-Jährige schweigt zu den Vorwürfen.

Am Dortmunder Landgericht hat der Prozess gegen den iranischen Terrorverdächtigen Jalal J. begonnen. Der Angeklagte war im Januar in Castrop-Rauxel festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 26-Jährigen vor, einen Anschlag mit einer chemischen Waffe geplant zu haben.

Durch die Freisetzung von Giftstoffen sollte eine Vielzahl arg- und wehrloser Menschen getötet werden, heißt es in der am Mittwoch verlesenen Anklageschrift. Der Iraner soll eine Anleitung zur Herstellung der Gifte Rizin und Cyanid auf seinem Smartphone gespeichert haben. Laut Generalstaatsanwaltschaft hatte er bis zum Tag seiner Festnahme außerdem bereits zahlreiche erforderliche Einzelteile beschafft.

Im Anschluss an die Verlesung der Anklageschrift erklärte Verteidiger Marco Ostmeyer: "Wir werden zum jetzigen Zeitpunkt weder zur Sache noch zur Person eine Einlassung abgeben." Der Mann war zusammen mit seinem Bruder im Januar in Castrop-Rauxel festgenommen worden.

Rizin kann zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit führen

Rizin und Cyanid sind Gifte. Rizin wird als Öl aus den Samen des Rizinusbaums gepresst. Es wirkt besonders stark, wenn es eingeatmet wird und verursacht unter anderem Übelkeit, Muskelschmerzen und Kreislaufversagen. Cyanid, insbesondere Kaliumcyanid, ist als Zyankali bekannt. Die toxische Wirkung tritt ebenfalls bei der Inhalation auf und führt zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit.

Der Angeklagte ist bereits wegen versuchten Mordes vorbestraft. Nach Angaben des Gerichts kommt im aktuellen Prozess daher auch die Anordnung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung in Betracht.

Im Jahr 2018 hatte er in der Dunkelheit einen langen Ast von einer Brücke auf die Autobahn 45 bei Dortmund geworfen. Der Ast hatte ein Auto getroffen, dessen Fahrerin jedoch so gut wie unverletzt blieb. Einen Teil seiner Haftstrafe von sieben Jahren sollte der heute 26-Jährige in einer Alkohol-Entziehungsklinik verbüßen. In dieser Maßnahme befand er sich zum Zeitpunkt seiner Festnahme. Man hatte ihm über das Wochenende Ausgang zu seinem Bruder gewährt.

Der zunächst ebenfalls festgenommene Bruder des 26-Jährigen wurde schon nach wenigen Wochen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Er muss sich nicht vor Gericht verantworten. Bei der Verhandlung am Dortmunder Landgericht stehen 70 Sitzplätze für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Geplant sind weitere Verhandlungstage bis zum 6. November.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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