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"Mr. Cash Money": CDU und AfD fordern strengere Prüfung von Sozialbetrug


Missbrauch von Vaterschaftsanerkennung
"Mr. Cash Money": CDU und AfD fordern Konsequenzen


Aktualisiert am 20.03.2024Lesedauer: 2 Min.
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Der mutmaßliche Betrüger Jonathan A.: Er soll den Staat um Summen in Millionenhöhe geprellt haben.Vergrößern des Bildes
Der mutmaßliche Betrüger Jonathan A.: Er soll den Staat um Summen in Millionenhöhe geprellt haben. (Quelle: TikTok/Montage)

Ein Mann soll 24 Kinder zum Schein anerkannt haben, um Sozialleistungen in Millionenhöhe abzukassieren. Nun fordern die CDU und AfD in Dortmund Konsequenzen.

Der Fall von "Mr. Cash Money" beschäftigt nun auch die Kommunalpolitik in Dortmund. Jonathan A., der sich auf Social Media "Mr. Cash Money" nennt, soll die Vaterschaft von 24 Kindern zum Schein übernommen haben. So hat er laut dem ARD-Magazin "Kontraste" rund 1,5 Millionen Euro an Sozialleistungen für die Kinder kassiert. Doch bei den Ämtern in Dortmund gab er an, mittellos zu sein.

Die Fraktion der CDU sowie die Fraktion der AfD im Dortmunder Rat fordern nun in separaten Anträgen ein Nachjustieren bei Verfahren zur Anerkennung von Vaterschaften.

Die CDU will, dass erst nach Vorlage eines mit der Aufsichtsbehörde abgestimmten Konzepts für ein Prüfverfahren Vaterschaftsanerkennung wieder aufgenommen werden. Das Jugend- und Standesamt hatte nach dem Bekanntwerden des mutmaßlichen Millionenbetrugs von "Mr. Cash Money" das Ausstellen der Vaterschaftsurkunden ausgesetzt. Das fordert auch die AfD. Abgestimmt werden soll darüber in der Kommunalratssitzung am Donnerstag.

AfD fordert Stopp von Zahlungen bei Anerkennungsbetrug

Die Fraktion der AfD möchte zudem von der Stadtverwaltung wissen, ob Maßnahmen in den betroffenen Ämtern getroffen wurden, "die Zahlungen in den bekannten Fällen einzustellen oder deutlich zu verringern", wie es in ihrem Antrag für eine Ratssitzung Donnerstag heißt. Auch möchte die rechte Partei wissen, welche Hindernisse beim Erkennen von Missbrauch der Anerkennungen bestehen.

Insgesamt seien der Stadt den "Ruhrnachrichten" zufolge mittlerweile 30 Fälle bekannt, bei denen eine Vaterschaft missbräuchlich anerkannt wurde. Wie viele der Fälle sich auf Jonathan A.s mutmaßlichen Betrug beziehen, ist demnach unklar.

Geld vom deutschen Staat soll "Mr. Cash Money" dem Kontraste-Bericht zufolge für insgesamt 24 Kinder verschiedenster Frauen, überwiegend aus afrikanischen Ländern bekommen. Die meisten Mütter stammen demnach aus Nigeria, dem Herkunftsland von Jonathan A. Weil er Deutscher ist, haben die anerkannten Kinder, deren Mütter und weitere Angehörige über den Familiennachzug automatisch ein Bleiberecht in Deutschland.

Verwendete Quellen
  • Antrag zur Tagesordnung der AFD für die Kommunalratssitzung am 21. März 2024
  • Antrag zur Tagesordnung der CDU für die Kommunalratssitzung am 21. März 2024
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