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Watzke wirbt um VerstĂ€ndnis fĂŒr Bellingham: Kahn kritisiert

Von dpa
05.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Borussia Dortmund - Bayern MĂŒnchen
Dortmunds Jude Bellingham reagiert auf den Spielverlauf. (Quelle: Bernd Thissen/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Die Aussagen von Jude Bellingham ĂŒber Schiedsrichter Felix Zwayer haben auch einen Tag nach dem Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern fĂŒr kontroverse Diskussionen gesorgt. BVB-Vereinboss Hans-Joachim Watzke sprang dem 18 Jahre alten Profi verbal zur Seite. "Sein Satz ist nicht falsch, auch wenn er ihn nicht sagen muss. Aber das ist dann auch der EmotionalitĂ€t geschuldet, die man einem 18-JĂ€hrigen zugestehen muss. Jude hat niemanden beleidigt, sondern ein Faktum geschildert", sagte Watzke dem "Kicker" (Sonntag).

Bellingham hatte nach dem 2:3 seines Teams gegen den TabellenfĂŒhrer aus MĂŒnchen nicht nur die Elfmeter-Entscheidung nach Videobeweis zugunsten der Bayern in der 77. Minute, sondern auch "viele andere Entscheidungen" von Zwayer im norwegischen TV mit den Worten "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon in Spielmanipulationen verwickelt war, das grĂ¶ĂŸte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?" kritisiert. Damit hatte der englische Nationalspieler auf den Skandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer im Jahr 2004 angespielt, in dem auch der Name Zwayer mehrfach aufgetaucht war.

"Es wĂ€re sicher fĂŒr alle Seiten am besten, wenn der DFB entscheiden wĂŒrde, ihn vorerst keine BVB-Spiele mehr leiten zu lassen", sagte Watzke den "Ruhr Nachrichten".

Weniger verstĂ€ndnisvoll reagierte Oliver Kahn auf die Äußerung von Bellingham. "Das geht natĂŒrlich schon einen gewaltigen Schritt zu weit", sagte der MĂŒnchner Vorstandschef am Sonntag bei "Sky 90". Sky-Experte Dietmar Hamann forderte den DFB auf, mit aller HĂ€rte zu ermitteln. Man könne nicht zulassen, dass ein Spieler die "IntegritĂ€t" des Schiedsrichters in Frage stelle und angreife.

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Der DFB kĂŒndigte am Sonntag Ermittlungen gegen Bellingham an. "Der Kontrollausschuss wird die Äußerung des Dortmunder Spielers Jude Bellingham auf ihre sportstrafrechtliche Relevanz prĂŒfen", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Gremiums, auf Anfrage.

Nach EinschĂ€tzung des Juristen Christoph Schickhardt, der den Schiedsrichterskandal um Robert Hoyzer 2005 begleitet hatte, kann der DFB jedoch "nicht gegen Bellingham vorgehen". "Seine Aussage ist unanstĂ€ndig, aber nicht zu beanstanden, sie ist ganz klar vom Recht auf freie MeinungsĂ€ußerung gedeckt. Sie ist legal, aber nicht legitim", sagte der 66-JĂ€hrige dem "Kicker".

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