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Neues Orang-Utan-Haus im Zoo Dresden: Peta kritisiert "Gefängnis für Tiere"


"Gefängnis für die Tiere"
Was stört Peta an einem größeren Orang-Utan-Haus?

Von t-online, mgr

Aktualisiert am 18.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Außenansicht des neuen Orang-Utan-Hauses: Nach Angaben des Zoos ist es das bislang größte Bauprojekt in der über 160-jährigen Geschichte des Zoos.Vergrößern des BildesAußenansicht des neuen Orang-Utan-Hauses: Nach Angaben des Zoos ist es das bislang größte Bauprojekt in der über 160-jährigen Geschichte des Zoos. (Quelle: Zoo Dresden)
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Der Dresdner Zoo eröffnet das neue Orang-Utan-Haus mit mehr Platz und Klettermöglichkeiten. Doch Peta bezeichnet es als "Gefängnis" und appelliert an OB Hilbert.

Der Dresdner Zoo eröffnet am Dienstagnachmittag das neue Orang-Utan-Haus. Mit Kosten von rund 22 Millionen Euro, größtenteils aus öffentlichen Geldern finanziert, stellt es das bislang größte Bauprojekt in der über 160-jährigen Geschichte des Zoos dar. Das neue Haus bietet den fünf Orang-Utans deutlich mehr Platz, Klettermöglichkeiten und Rückzugsbereiche als die bisherige Unterkunft, die vor 35 Jahren als Übergangslösung eröffnet wurde.

Doch die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert das Projekt und die geplanten Zucht der Menschenaffen scharf. "Endlich werden die Lebensumstände von Toni, Daisy, Dalai, Djudi und Djaka zumindest etwas erträglicher. Aber auch bauliche Veränderungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie Gefangene auf Lebenszeit bleiben", sagt Peter Höffken, Fachreferent bei Peta.

Protest gegen Orang-Utan-Haus vor Zoo Dresden

Die Organisation sieht in dem neuen Haus weiterhin ein "Gefängnis für die Tiere". Sie appelliert an den Stadtrat und Oberbürgermeister Dirk Hilbert: zumindest von der geplanten Zucht abzusehen.

Zeitgleich zur Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses ist um 13 Uhr eine Demonstration vor dem Zoo geplant. Der Protest richtet sich gegen die Eröffnung und kämpft für eine Transformation des Dresdner Zoos. Die Demo ist von einer Privatperson angemeldet.

Peta argumentiert, dass in Gefangenschaft geborene Menschenaffen nicht zum Artenschutz beitragen, da sie nicht ausgewildert werden können. Die Organisation schlägt stattdessen vor, Orang-Utans aus Einrichtungen mit schlechteren Haltungsbedingungen im neuen Dresdner Haus aufzunehmen. Eine Insa-Umfrage im Auftrag von Peta zeigt, dass 41 Prozent der Befragten ein Ende der Zucht und Haltung von Menschenaffen in deutschen Zoos befürworten.

Der Zoo Dresden betont hingegen, mit dem neuen Haus eine tiergerechte und an modernste Haltungsrichtlinien angepasste Anlage geschaffen zu haben, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Bewohner orientiert.

Verwendete Quellen
  • zoo-dresden.de: Mitteilung des Zoos Dresden vom 3. und 28. Mai 2024
  • presseportal.peta.de: INSA-Befragung zur Zucht und Haltung von Affen im Zoo
  • presseportal.peta.de: Mitteilung der Tierschutzorganisation Peta vom 17. Juni 2024
  • dresden.de: Versammlungen in Dresden
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