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Erfurt: Sommerferien in Thüringen – ADAC warnt vor Staus

Angebote für Kinder  

Sommerferien in Thüringen – ADAC warnt vor Staus

22.07.2021, 11:18 Uhr | dpa

Erfurt: Sommerferien in Thüringen – ADAC warnt vor Staus. Die Klassenlehrerin übergibt das Zeugnis eines Schülers (Symbolbild): Am Freitag starten für Thüringer Schülerinnen und Schüler die Sommerferien.  (Quelle: dpa/David Inderlied)

Die Klassenlehrerin übergibt das Zeugnis eines Schülers (Symbolbild): Am Freitag starten für Thüringer Schülerinnen und Schüler die Sommerferien. (Quelle: David Inderlied/dpa)

Zum Beginn der Sommerferien in Thüringen warnt der ADAC vor zahlreichen Staus durch Reisende. Für alle, die zu Hause bleiben, gibt es umfassende Ferienangebote. 

Am Freitag schließen Schülerinnen und Schüler in Thüringen mit der Vergabe ihrer Zeugnisse das Schuljahr ab und starten in die Sommerferien. Zum Start müssen Urlauberinnen und Urlauber dann wieder vermehrt mit langen Fahrzeiten und Staus rechnen. Der ADAC rechnet von Freitagnachmittag bis Sonntag mit einem erheblichen Verkehrsaufkommen und zahlreichen Staus. Nach Angaben des ADAC sind in Thüringen vor allem das Erfurter und das Hermsdorfer Kreuz staugefährdet. In diesem Reisesommer dürfte laut Experten-Prognose aber kaum das "Vor-Krisenniveau" erreicht werden.

Wegen des Trends zum Heimaturlaub sind laut ADAC in diesem Jahr auch die Zufahrten der Erholungsgebiete sehr staugefährdet. Die Fahrt an den See oder zum Wandern in den Alpen und im Mittelgebirge könne deshalb langwieriger werden. Das erweiterte Lkw-Fahrverbot an Samstagen im Juli und August werde die Stausituation nur leicht lindern. "Wer sich Reisefrust ersparen will, weicht auf einen Reisetag unter der Woche aus, zum Beispiel Mittwoch oder Dienstag."

Gesperrte Straßen nach verheerendem Starkregen

Zum Ferienstart gibt es in Thüringen sechs größere Baustellen, wie die Autobahn GmbH des Bundes auf Anfrage mitteilte. "Überdies kann es immer wieder zu Tagesbaustellen in Thüringen kommen", sagte Sprecher Tino Möhring. Wegen Überflutungen, Aufräum- und Reparaturarbeiten nach dem verheerenden Starkregen in Teilen Deutschlands sind zudem etliche Bundes- und Landstraßen, aber auch Autobahnen bis auf Weiteres gesperrt. Betroffen sind hier insbesondere die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Neben Thüringen starten auch Sachsen, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt sowie der Süden der Niederlande in die Ferien.

Verschiedene Ferienangebot für Kinder

Schülerinnen und Schüler, die nicht verreisen, können in Thüringen unterschiedliche Ferienangebote nutzen und gleichzeitig Ausfälle aus dem Corona-Schuljahr aufholen. Im Rahmen bildungsunterstützender Sommerferienkurse der Landesverkehrswachten (LVW) können sie etwa das Radfahren üben und ihr Wissen über wichtige Verkehrszeichen und Vorfahrtsregeln auffrischen.

In diesem Rahmen können auch Angebote wie Schwimmkurse in den Sommerferien genutzt werden. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können hier nicht nur ihren Bewegungsdrang ausleben, sondern auch lebenswichtige Fähigkeiten trainieren. Ziel ist es, dass alle teilnehmenden Kinder das Seepferdchen beziehungsweise die Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold ablegen.

Von März 2020 bis Februar 2021 musste aufgrund der Corona-Maßnahmen der Schwimmunterricht ersatzlos ausfallen, insgesamt waren 30.000 Unterrichtsstunden der 3. und 4. Klassen betroffen. "Deshalb ist die Organisation und Durchführung von Schwimmkursen in den Sommerferien ein ganz besonderer Schwerpunkt", hieß es aus dem Bildungsministerium. Über 50 Angebote von Sportvereinen seien bereits registriert.

Auch das Landesjugendwerk der Awo Thüringen hat ein Ferienprogramm für den Sommer auf die Beine gestellt. Von fünf ursprünglich geplanten Freizeiten, sollen vier tatsächlich im August stattfinden. Zwar sind die Freizeiten nach Dörnfeld, Hohenwarte und Sylt schon ausgebucht, weitere Angebote seien aber noch verfügbar, sagte der leitende Koordinator, Philipp Schweizer. Das Programm in den Gruppen sehe aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zwar in diesem Jahr ein wenig anders als vor der Pandemie aus, "es wird bestimmt trotzdem gut werden", so Schweizer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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