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Th├╝ringen: 33 Millionen Euro vom Bund f├╝r 9-Euro-Ticket

Von dpa
28.04.2022Lesedauer: 1 Min.
Susanna Karawanskij (Die Linke)
Susanna Karawanskij (Die Linke). (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Th├╝ringen erh├Ąlt nach den jetzigen Berechnungen rund 33 Millionen Euro f├╝r die Umsetzung des geplanten 9-Euro-Monatstickets f├╝r den Nahverkehr vom Bund. Diese Summe basiere auf Sch├Ątzungen der zu erwartenden Einnahmeausf├Ąlle und dem L├Ąnderverteilungsschl├╝ssel, sagte Th├╝ringens Verkehrsministerin Susanna Karawanskij (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. "Wir pochen darauf, dass am Ende spitz abgerechnet wird und die Kosten des bundesweiten Tickets nicht zulasten der Verkehrsunternehmen und Landeshaushalte gehen."

Von Juni bis Ende August sollen Fahrg├Ąste im Nah- und Regionalverkehr bundesweit f├╝r 9 Euro pro Monat fahren k├Ânnen. Aus den L├Ąndern gibt es aber massive Kritik an den Finanzpl├Ąnen des Bundes f├╝r das g├╝nstige Monatsticket. Karawanskij und ihre L├Ąnderkollegen warnen davor, Risiken auf die L├Ąnder zu ├╝bertragen.

Der Bund will nach einem Gesetzentwurf aus dem Verkehrsministerium in diesem Jahr Mittel f├╝r die L├Ąnder zur Finanzierung des Nahverkehrs um 3,7 Milliarden Euro erh├Âhen. Davon sollen neben coronabedingten Ausf├Ąllen die Kosten f├╝r das 9-Euro-Monatsticket in H├Âhe von 2,5 Milliarden Euro gezahlt werden. Der Bundesrat muss dem Finanzpaket zustimmen.

Unklar sei derzeit noch, wie stark das Ticket genutzt werde und ob daf├╝r zus├Ątzliche Z├╝ge und Busse bereitgestellt werden m├╝ssten, sagte die Ministerin. Auch die H├Âhe der Einnahmeausf├Ąlle der Verkehrsunternehmen durch das g├╝nstige Angebot sei derzeit noch nicht absehbar. "Der Bund muss zu 100 Prozent f├╝r die Kosten aufkommen", verlangte Karawanskij.

Grunds├Ątzlich ist aus Sicht der Ministerin zudem eine dauerhafte Erh├Âhung der Regionalisierungsmittel n├Âtig. F├╝r den Ausbau des Angebots des ├Âffentlichen Nahverkehrs und Investitionen in die Infrastruktur brauche es mehr Geld.

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