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Currywurst in Essen: Nelson Müllers 26-Euro-Menü – was kann die Wurst?


Currywurst für über 26 Euro: So schmeckt das Menü bei Nelson Müller

Von t-online, mi

Aktualisiert am 04.09.2023Lesedauer: 3 Min.
Die Luxus-Currywurst aus Essen: Die Kosten liegen bei 26 Euro.Vergrößern des BildesDie Luxus-Currywurst aus Essen: Die Kosten liegen bei 26 Euro. (Quelle: Marie Illner)
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Im Restaurant "Müllers" vom gleichnamigen Starkoch Nelson Müller im Essener Kultviertel Rüttenscheid gibt's den Klassiker in der hochpreisigen Variante. t-online hat die Luxus-Wurst getestet.

Mantaplatte, Pommes-Schranke oder Schimanski-Teller: Das Imbissbuden-Deutsch im Ruhrgebiet kennt viele Begriffe für den Klassiker, den man sich an einem heißen Sommertag im Schwimmbad ebenso zwischen die Kiemen schieben kann wie an einem Schlecht-Wetter-Stadion-Tag. Er kommt mit Holz- oder Plastikgäbelchen, Schnutenwischer und auf Plastiktellern daher und wird meist im Stehen verspeist.

Im Restaurant "Müllers auf der Rü" vom Sternekoch Nelson Müller ist das alles anders. Man bestellt die Currywurst nicht am Pommeswagen, sondern beim Kellner im schwarzen Jackett.

Luxus-Currywurst ist teurer als manches Schnitzel

Normalerweise kostet die Currywurst-Pommes im Pott unter 10 Euro, klassisch kommt ein gekühltes Pils dazu. Bei "Müllers" schlägt das Menü mit 26,50 Euro zu Buche, inklusive ist ein Glas Champagner.

Wer auf die Luxus-Wurst wartet, kann das Treiben auf der Rüttenscheider Straße beobachten. Schon seit 2014 unterhält der Starkoch hier ein Restaurant, mit Norderney kam in diesem Jahr der neueste Standort hinzu. Ein weiteres Restaurant betreibt der "The Taste"-Juror im Rheingau.

Champagner trifft Currywurst

Bevor es um die Wurst geht, reicht das Haus Brot mit Butter – typisch für Fine-Dining-Restaurants. Dann kommt der Champagner: an diesem Tag ein Ruinart. Die Reifezeit sei außergewöhnlich lang, erklärt der Kellner und kredenzt ein Glas von dem feinperligen Champagner. Er schmeckt, wie er aussieht: fruchtig und frisch. Aber mundet das auch in Kombination mit Currywurst und Pommes?

Die kommen wenige Minuten später. Zugegeben: Optisch ist das Menü ein echter Hingucker. Die breit geschnitzten belgischen Pommes glänzen goldbraun, die Currywurst ist garniert mit Kresse und Zwiebelasche – den Überbleibseln von gerösteten Zwiebeln. Dazu gibt's hausgemachte Mayo.

Kalbswurst mit Zwiebelasche

Erst mal also den Anblick auf dem weißen Porzellanteller genießen: Irgendwie zu schade, um "reinzuhauen". Dann doch der Griff zu Messer und Gabel. Die Wurst schneidet sich knackig und fest – und schmeckt anders als üblich. Denn verarbeitet ist eine Kalbs-Currywurst, geläufiger ist im Pott Schwein.

Doch die Wurst im "Müllers" kann sich sehen lassen – ebenso die hausgemachte Currysauce. Milder als an der durchschnittlichen Pommesbude, fruchtiger im Abgang. Die Mayonnaise ist gelber als ihre Schwester aus der Tube und schmeckt weniger fettig.

Gewöhnungsbedürftige Kombination

Das Schälchen Pommes im Tontopf ist keine Riesenportion, aber genau richtig gesalzen und macht satt. Herbert Grönemeyers Songzeile trifft also auch im höheren Preissegment zu: "Gehste inne Stadt. Wat macht dich da satt, ne Currywurst."

Wurst, dann ein Schluck Champagner, dann Pommes in Mayo – für den Duisburger, Essener oder Bochumer Gaumen sicherlich gewöhnungsbedürftig. "Aber interessant", sagt jemand am Nachbartisch, der sich ebenfalls für die Wurst entschieden hat.

Auf der Nordseeinsel Norderney ist das Menü noch einmal teurer: 34 Euro. Der Kellner erläutert, wieso: "Um das Menü auf der Insel anzubieten, fallen höhere Transportkosten an." Außerdem gilt: Meerblick inklusive und vielleicht trifft man den Starkoch ja auch mal persönlich? "Ja, auf der Insel sind die Chancen höher", räumt der Kellner ein.

Beschwerden zum Preis kämen allerdings kaum. Das Menü werde hingegen recht häufig bestellt. Im Umfeld von Schnitzel mit Pommes (28,50 Euro), geschmorter Kalbsbacke (32 Euro), Linguine mit Steakstreifen (33 Euro) oder Wagyu-Burger (32 Euro) ist die Currywurst ohnehin eines der kostengünstigeren Gerichte.

Das Fazit von t-online: Ihr Geld mag die Luxus-Wurst wert sein. Eine gute Currywurst-Pommes bekommt man im Ruhrgebiet aber auch für kleineres Geld. Und stilecht ist im Pott ohnehin etwas anderes.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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