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Hagen: Rocker-Prozess gegen "Bandidos" überraschend geplatzt

"Bandidos" vor Gericht  

Prozess um "Rockerkrieg" in Hagen überraschend geplatzt

22.09.2020, 14:33 Uhr | t-online

Hagen: Rocker-Prozess gegen "Bandidos" überraschend geplatzt. Ein Mitglied der "Bandidos" trägt eine Kutte des Rockerclubs (Symbolbild): In Hagen ist ein Prozess gegen sechs mutmaßliche Bandidos-Mitglieder geplatzt. (Quelle: imago images/biky)

Ein Mitglied der "Bandidos" trägt eine Kutte des Rockerclubs (Symbolbild): In Hagen ist ein Prozess gegen sechs mutmaßliche Bandidos-Mitglieder geplatzt. (Quelle: biky/imago images)

Ungewöhnlicher Vorgang am Landgericht Hagen: Der Prozess gegen sechs Angeklagte aus dem Rocker-Milieu muss neu aufgerollt werden. Denn eine Richterin, die am Verfahren beteiligt war, hat den Staatsdienst quittiert.

Wegen einer Richterin, die überraschend den Staatsdienst quittiert hat, ist der sogenannte "Bandidos"-Prozess in Hagen am Montag überraschend geplatzt. Wie die "WAZ" berichtet, hatte die Vorsitzende Richterin am Montag erklärt, dass die Beisitzerin in der Schwurgerichtskammer den Staatsdienst verlassen wird. Eine Nachbesetzung sei nicht möglich und deswegen müsse das komplette Verfahren neu aufgerollt werden.

Laut "Bild" soll die 30-jährige Richterin erst im Januar in Hagen als Richterin angefangen haben. Zuvor habe sie als Staatsanwältin gearbeitet. Eine Bedrohung habe laut eines Sprechers aber nicht vorgelegen, so die "Bild" weiter.

Der aufwendige Prozess mit 32 angesetzten Verhandlungstagen war erst im August gestartet. Dabei geht es um die Aufarbeitung des Hagener "Rockerkriegs". Bei den sechs Angeklagten soll es sich um Mitglieder des Rockerclubs "Bandidos" handeln, die aufgrund einer Fehde mit den "Hells Angels" vor Gericht stehen.

Vorwurf: Versuchte Tötung

Ihnen wird unter anderem versuchte Tötung in zwei Fällen und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Laut Anklageschrift sollen die Angeklagten 2018 ein angebliches Mitglied der "Hells Angels" gezwungen haben, in einer Shisha-Bar sein T-Shirt auszuziehen und mit einem Tisch nach dem Mann geworfen zu haben. 

Bei einer weiteren Aktion im September 2018 sollen sie mit Schusswaffen ausgestattet zur Ecke Bergischen Ring/Bergstraße gefahren sein, um dort ein Mitglied der "Freeway Rider", ebenfalls ein Rockerclub, zu töten. Diesen Plan sollen sie bereits einige Tage zuvor gefasst haben. Ein Schuss, der bei der Flucht des Opfers abgegeben wurde, verfehlte jedoch das "Freeway Riders"-Mitglied.

Der neue Prozess um die Rocker-Fehde soll laut "WAZ" im Januar 2021 beginnen. Es seien bereits Termine bis September 2021 angesetzt, hieß es.

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