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Messerattacke in Düsseldorf: Boxer aus Hagen vor Gericht – nicht die erste Tat

Prozessbeginn in Düsseldorf  

Boxer wegen Messerangriff vor Gericht – nicht die erste Tat

18.05.2021, 11:10 Uhr | dpa

Messerattacke in Düsseldorf: Boxer aus Hagen vor Gericht – nicht die erste Tat. Justiz (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Ein Justizbeamter steht vor den Richtern (Symbolbild): Ein 20-Jähriger aus Hagen muss sich vor Gericht verantworten. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Messerattacke in Düsseldorf: Ein Boxer aus Hagen soll einen 19-Jährigen im Verlauf eines Streits niedergestochen haben. Deswegen steht er vor Gericht. Doch offenbar war das nicht seine erste Tat.

Acht Monate nach einem Messerangriff am Düsseldorfer Rheinufer hat der Prozess gegen einen Schwergewichts-Boxer aus Hagen am Montag begonnen. Die Anklage wirft dem 20-Jährigen versuchten Totschlag vor. "Ich will aussagen", kündigte der Mann auf der Anklagebank an, doch das Landgericht ließ ihn zunächst nicht: "Da der psychiatrische Sachverständige verhindert ist, setzen wir die Verhandlung am Mittwoch fort", erklärte die Vorsitzende Richterin Karin Michalek beim Prozessauftakt am Montag.

Der Boxer soll am 19. September nachts in der Düsseldorfer Altstadt einem 19-Jährigen aus Breckerfeld südlich von Hagen ein Messer in den Bauch gerammt und ihn so lebensgefährlich verletzt haben.

Angeklagter stach unvermittelt zu

Der Angeklagte sei in der Tatnacht mit einer größeren Gruppe junger Leute in der Düsseldorfer Altstadt unterwegs gewesen. Auf der Freitreppe am Burgplatz sollen dann einer seiner Bekannten und das Opfer aneinander geraten sein.

Nachdem der Streit bereits beendet war, so der Staatsanwalt, "mischte sich der 20-Jährige ein und forderte das angetrunkene spätere Opfer auf, sich bei seinem Bekannten zu entschuldigen". Nachdem sich der 19-Jährige geweigert hatte, habe der Hagener ein Messer gezückt und zugestochen. "Durch das schnelle Eingreifen der Umstehenden wurden weitere Stiche verhindert", so der Staatsanwalt.

Das schwer verletzte Opfer konnte mit einer Not-Operation gerettet werden. Der Hagener hatte im Ermittlungsverfahren behauptet, er habe in Notwehr gehandelt. Er sei angegriffen worden und habe sich nur verteidigt.

Ähnliche Tat wenige Wochen zuvor

Die Anklage listet noch einen weiteren Fall auf, der sechs Wochen zuvor nach demselben Strickmuster abgelaufen sein soll. Da soll der Boxer mit demselben Bekannten wie Mitte September in der Altstadt unterwegs gewesen sein.

Und auch da sei dieser Bekannte mit einem jungen Mann in Streit geraten. Als die Streithähne sich zur Versöhnung die Hand gaben, soll der Angeklagte dem Wuppertaler plötzlich mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihm Kiefer und Jochbein gebrochen haben.

Der deutsche Angeklagte soll nach der Messerattacke zunächst in den Kosovo geflohen sein. Wochen später wurde er in der Wohnung der Eltern festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. Bis Juli sind noch neun weitere Verhandlungstage angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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