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Sch├╝lerin besteht auf Unterricht drau├čen: Kompromiss m├Âglich

Von dpa
13.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Unterricht Corona
Die Heinrich Heine-Realschule in Hagen. (Quelle: Alex Talash/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Im Fall einer Sch├╝lerin in Hagen, die aus Angst vor einer Corona-Infektion seit Wochenbeginn trotz K├Ąlte auf Unterricht auf dem Schulhof besteht, zeichnet sich ein Kompromiss ab. Das sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg am Donnerstag auf dpa-Anfrage nach einem Austausch mit der Leitung der Realschule. Die 13-J├Ąhrige solle nun in einem separaten Raum innerhalb des Schulgeb├Ąudes online am Unterricht teilnehmen. Man habe durchaus auch Verst├Ąndnis f├╝r die Sorgen des Kindes. Es handele sich um eine "gewisse Spagat-Situation". Das M├Ądchen sei Risikopatientin.

Mehrere Medien hatten ├╝ber die Siebtkl├Ąsslerin berichtet, die vorerkrankt sei und auch nach Dreifach-Impfung einen gemeinsamen Unterricht mit ungeimpften Sch├╝lern aus Angst vor einer Ansteckung verweigere. Sie wolle auch ein Zeichen setzen und f├╝r mehr Impfungen werben. Die Schule hatte dem M├Ądchen Pult und Stuhl auf den Schulhof gestellt, wo es online am Unterricht teilnahm. W├Ąhrend der Pausen oder zum Aufw├Ąrmen nutzte die Sch├╝lerin einen freien Raum im Geb├Ąude, wie ein Sprecher der Stadt Hagen schilderte.

Das Jugendamt habe aus Sorge um die Gesundheit eine Stellungnahme des schulpsychologischen Dienstes angeregt, damit der Schule eine Grundlage gegeben wird, Distanzunterricht zu erm├Âglichen, sagte Stadtsprecher Michael Kaub. Eine l├Ąngerfristige Unterrichtung auf dem Schulhof werfe angesichts der Jahreszeit die Frage "nach dem Gesundheitsschutz und dem Kindeswohl" auf. Man stehe in Kontakt mit der Familie, die sich kooperationsbereit zeige. Die Realschule twitterte, die Sch├╝lerin sei "ein sehr reflektierter junger Mensch und m├Âchte auf Missst├Ąnde rund um die schulischen Corona-Ma├čnahmen hinweisen". Im Netz schlug der Fall hohe Wellen.

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Der Sprecher der Bezirksregierung betonte, das Recht auf schulische Bildung sei auch in Pandemie-Zeiten auf "vertretbare, angemessene und vern├╝nftige Art und Weise" umzusetzen. "Man wird das eng begleiten m├╝ssen - mit Sorgfalt, Verst├Ąndnis, aber auch Konsequenz", erl├Ąuterte Christoph S├Âbbeler.

Die Landessch├╝lervertretung NRW kann den Protest des M├Ądchens gut nachvollziehen. "Es ist aber zugleich ein Armutszeugnis, dass es eine solche Aktion braucht", sagte Johanna B├Ârgermann vom LSV-Vorstand. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen m├╝sse es Wechselunterricht geben - und zudem endlich daf├╝r gesorgt werden, dass Online-Unterricht auch zu Hause funktioniere.

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