Das Badeverbot im Baggersee Weingarten ist wieder aufgehoben. Das Schwimmen dort war seit letzter Woche verboten, nachdem im Wasser gefährliche Bakterien gefunden worden waren.
Der Komponist Edo Zanki mit 66 Jahren verstorben. Er hatte selbst Musik gemacht als auch für andere Stars Songs geschrieben. Unter anderem hat er mit Herbert Grönemeyer und Tina Turner zusammengearbeitet.
Die Polizei hat den Überfall auf einen Geldtransporter in der Nähe von Karlsruhe aufgeklärt. Offenbar war alles ganz anders, als zunächst angenommen.
Die Gondolettas geleiten Besucher des Stadtgartens Karlsruhe entspannt übers Wasser. Doch die Wartung der Technik ist aufwendig – und findet teilweise unter Wasser statt.
Nachts haben Unbekannte die Scheibe eines geparkten Autos zerstört. Wie die Polizei nun herausfand, haben die Täter dabei ein großes Kürbisgewächs benutzt.
E-Scooter gehören in vielen Großstädten wie Berlin und Frankfurt mittlerweile zum Stadtbild. Bald soll es auch in Karlsruhe mehrere Anbieter der flotten Flitzer geben. Was ist dran?
Mit seinen gut 300.000 Einwohnern ist Karlsruhe die zweitgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Sie wird auch liebevoll "Residenz des Rechts" genannt, da hier seit 1950 der Sitz des Bundesgerichtshofs und des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof sowie seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts ist. Außerdem gibt es noch viele Sehenswürdigkeiten wie die Turmbergbahn zu bewundern.
Lange Stadtgeschichte beeindruckt
Archäologische Funde aus der Bronzezeit belegen eine lange Besiedlungsgeschichte der heutigen Karlsruher Stadtteile Knielingen, Rüppurr und Durlach. Ein Gräberfeld mit 44 Bestattungen und viele weitere Spuren wie einzelne Gräber, Ziegelbrennereien oder Münzen weisen auf eine römische Besiedlung hin. Die eigentliche Stadt Karlsruhe wurde er 1715 offiziell gegründet.
Aber schon 786 wurde Knielingen, der älteste Stadtteil von Karlsruhe, erstmals urkundlich erwähnt. Die Grafen von Hohenberg erbauten im 11. Jahrhundert die Burganlage auf dem Turmberg bei Durlach. 1094 stifteten sie das Benediktinerkloster Gottesaue, auf dessen Gelände seit dem späten 16. Jahrhundert das Schloss Gottesaue steht. Das Kloster begünstigte das Wachstum nahe gelegener Siedlungen wie Mühlburg, Knielingen oder Neureut. In das Jahr 1196 fällt die erste urkundliche Erwähnung Durlachs als Stadt.
Die Geburtsstunde von Karlsruhe
Als Markgraf Karl II. seine Residenz 1565 von Pforzheim nach Durlach verlegte, erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Karl Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, ließ sich später seine weitläufige Traumstadt entwerfen und gründete die nach ihm ("Carols Ruhe") benannte Residenz am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlossturmes. Karlsruhe entwickelte sich also nicht nur durch Zuwanderung und wirtschaftliches Wachstum als Stadt, sondern wurde in seinen Grundzügen geplant angelegt. Die Stadtanlage ist bis heute erhalten: Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus strahlenförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen.
Universität und Wissenschaft
1825 gründete Großherzog Ludwig I. das Polytechnikum als Keimzelle der Universität Karlsruhe, seit 2009 ist es das Karlsruher Institut für Technologie. Und auch ein technisches Highlight hat die Stadt bekannt gemacht: Deutschlands erste echte E-Mails wurden am 2. August 1984 im Rechenzentrum der Karlsruher Universität empfangen und gesendet. Der Karlsruher Internetpionier Werner Zorn beantwortete den offiziellen Willkommensgruß des US-amerikanischen CSNets, einer herstellerübergreifenden Plattform zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern.
Turmbergbahn: Ein historisches Highlight
Verweilt man in Karlsruhe, sollte man sich eine Sehenswürdigkeit auf keinen Fall entgehen lassen: die Turmbergbahn. Seit 1888 erschließt sie für Spaziergänger und Wanderer, die nicht die insgesamt 529 Stufen des traditionellen Treppenaufstiegs nutzen wollen, das Ausflugsgebiet rund um den 256 Meter hohen Turmberg. Bis zur Modernisierung im Jahr 1965/66 wurde die Turmbergbahn noch mit Wasserballast betrieben. Heute hat sie einen elektrischen Antrieb, aber der traditionelle Schaffner ist geblieben. Egal, ob im Sommer oder Winter, der Turmberg im Karlsruher Stadtteil Durlach lockt mit seiner fantastischen Aussicht und einer einzigartigen Fahrt mit der ältesten noch im Betrieb befindlichen Standseilbahn Deutschlands.
Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen
Neben dem Turmberg und seiner Seilbahn hat Karlsruhe noch ganz andere Sehenswürdigkeiten parat. Wie den ältesten Zoo in Deutschland, den Zoologischen Stadtgarten, der anlässlich der Bundesgartenschau 1967 neu gestaltet wurde. Außerdem einen Besuch wert: Das Karlsruher Schloss, das seit 1921 Sitz des Badischen Landesmuseums ist. Der Gutenbergplatz ist ein beliebter Treffpunkt in der Karlsruher Weststadt mit zahlreichen Geschäften und Gaststätten. Jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag findet hier ab 07.30 Uhr der älteste und schönste Karlsruher Wochenmarkt statt. Der Platz lädt zum Kaffee trinken und Verweilen ein. Hingucker sind außerdem der Krautkopf- und der Pelikanbrunnen.
Auch die Messe bietet Besuchern zahlreiche informative Veranstaltungen. Jährlich kommen hier knapp 8.000 Aussteller und 770.000 Besucher zusammen. Es finden mehr als 300 Messen, Kongresse und Kulturveranstaltungen sowie Tagungen statt.
Das ganze Jahr über sind in Karlsruhe wiederkehrend Veranstaltungen geplant wie beispielsweise:
Februar/März: Internationale Händel-Festspiele
Mai: Independent Days Filmfest, unabhängiges Low- und No-Budget-Filmfestival
Mai/Juni: Frühjahrsmess', Jahrmarkt auf dem Messplatz
Mai/Juni (an Pfingsten): Hoepfner-Burgfest