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Karlsruhe: Mann wird zusammengeschlagen – Passanten helfen nicht

Mann zusammengeschlagen  

Passanten ignorieren Gewalttat in Karlsruhe

26.11.2020, 14:31 Uhr | dpa

Karlsruhe: Mann wird zusammengeschlagen – Passanten helfen nicht. Ein Blaulicht leuchtet an einem Streifenwagen (Symbolbild): Nach einer Prügelei musste das Opfer selbst die Polizei informieren. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)

Ein Blaulicht leuchtet an einem Streifenwagen (Symbolbild): Nach einer Prügelei musste das Opfer selbst die Polizei informieren. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

In einem Streit wurde ein Mann von zwei weiteren geschlagen und getreten. Passanten weigerten sich, zu helfen – die Polizei musste er nachher selbst rufen.

Zwei Männer haben in Karlsruhe den Bewohner einer Nachbarwohnung zusammengeschlagen, der sich über zu viel Lärm beschwert hatte. Obwohl der 39-Jährige mit Faustschlägen und Fußtritten traktiert wurde, weigerten sich Passanten, einzugreifen und Hilfe zu holen. Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag war es zum Streit gekommen, als das Opfer die Männer wegen des Lärms zur Rede gestellt hatte. Die Auseinandersetzung eskalierte und wurde vor dem Haus fortgesetzt.

Als eine Frau einen Passanten bat, die Polizei zu verständigen, weil sie kein Handy bei sich hatte, lief der einfach weiter. Auch eine Gruppe in der Nähe tat nichts. Der 39-Jährige verständigte schließlich selbst die Polizei, als die Angreifer von ihm abließen. Er erlitt leichtere Verletzungen, die von Rettungssanitätern versorgt wurden.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und auch wegen des Anfangsverdachts der unterlassenen Hilfeleistung. Die Beamten wiesen darauf hin, dass Zeugen schon allein aus Gründen der gebotenen Zivilcourage helfen müssten, in bestimmten Notfällen seien sie auch rechtlich dazu verpflichtet. "Dabei muss sich niemand selbst in Gefahr bringen, sondern nur soweit einschreiten, wie es nach den eigenen Möglichkeiten, zum Beispiel durch das Absetzen eines telefonischen Notrufs, zumutbar ist", hieß es in der Pressemitteilung.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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