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Karlsruhe: Anwohner sollen mehr fürs Parken zahlen

Stadt will Gebühren anpassen  

Anwohner sollen in Karlsruhe mehr fürs Parken zahlen

04.06.2021, 14:20 Uhr | dpa

Karlsruhe: Anwohner sollen mehr fürs Parken zahlen. Ein Schild mit der Aufschrift "Bewohner mit Parkausweis frei": Anwohnerparken in Karlsruhe soll teurer werden. (Quelle: dpa/Symbolbild/Philipp von Ditfurth)

Ein Schild mit der Aufschrift "Bewohner mit Parkausweis frei": Anwohnerparken in Karlsruhe soll teurer werden. (Quelle: Symbolbild/Philipp von Ditfurth/dpa)

Freiburg hat es vorgemacht, nun soll Karlsruhe nachziehen. Anwohner der Stadt im Breisgau sollen künftig das Vielfache zahlen, um ihr Auto vor der Haustür zu parken. Grüne und Linke haben entsprechende Anträge gestellt.

360 Euro pro Jahr sollen Anwohner künftig im Schnitt zahlen um ihr Fahrzeug vor ihrer Haustür in Freiburg zu parken. Bisher galt ein Regelsatz von 30 Euro. Doch der Bund hatte im vergangenen Sommer die Obergrenze für das Anwohnerparken von 30,7 Euro pro Jahr gekippt. Und auch andere Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg wünschen sich höhere Gebühren – darunter Karlsruhe.

Die Grünen und die Linken hätten im Gemeinderat bereits Anträge auf Anpassung der Bewohnerparkausweisgebühren gestellt, teilte die Stadt mit. Unabhängig davon erarbeite die Stadtverwaltung eine "Projektskizze zur Erstellung eines neuen Leitprojekts", das auch die gewünschte Anpassung der Gebühren mitberücksichtigen solle.

Ministerium: Anwohnerparken ist zu günstig

Bevor Karlsruhe seine Parkgebühren jedoch erhöhen kann, muss das Land eine entsprechende Landesverordnung erlassen. Die sogenannte Delegationsverordnung wird nach Angaben des Stuttgarter Verkehrsministeriums voraussichtlich noch vor der Sommerpause in Kraft treten. Neben Karlsruhe stehen auch schon Tübingen und Ulm in den Startlöchern um ihre Parkgebühren zu erhöhen.

Das Landesverkehrsministerium sieht die Erhöhungspläne mit Wohlwollen. "Das Bewohnerparken ist (...) bislang nicht geeignet, einen echten Anreiz zum Umstieg auf Klima und Umwelt schonende Alternativen zu bieten", erklärte ein Sprecher. "Das soll sich nun ändern."

Auch aus Sicht der Umweltschutzorganisation BUND sind höhere Anwohnerparkgebühren längst überfällig. Wer ein Haus in der Stadt kaufe, müsse für einen Tiefgaragenstellplatz schnell mal mehrere Zehntausend Euro zahlen, sagte die Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch. "Es kann nicht sein, dass wir unsere Straßen den Anwohnern fast kostenlos zur Verfügung stellen." Die Hoffnung sei, dass es durch höhere Kosten unattraktiver werde, in der Stadt ein eigenes Auto zu besitzen – "das halten wir auf jeden Fall für gut".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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