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Garg und Arbeitsagentur für mehr Inklusion von Behinderten

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Garg und Arbeitsagentur für mehr Inklusion von Behinderten

07.12.2021, 11:57 Uhr | dpa

Garg und Arbeitsagentur für mehr Inklusion von Behinderten. Heiner Garg

Heiner Garg (FDP), Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren in Schleswig-Holstein. Foto: Marcus Brandt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Sozialminister Heiner Garg (FDP) und Arbeitsagentur-Chefin Margit Haupt-Koopmann haben die Unternehmen aufgerufen, mehr arbeitslose Menschen mit Handicap zu beschäftigen. Derzeit sind aus dieser Gruppe 4900 Menschen im Norden ohne festen Job. "Das Ziel, ein selbstbestimmtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen, betrifft alle Lebensbereiche und dabei insbesondere auch die Arbeitswelt", sagte Garg am Dienstag. Von den arbeitslosen Menschen mit Handicap seien viele besonders engagiert und qualifiziert. Deshalb ermuntere er die Betriebe, noch mehr Arbeitslosen mit Handicap eine Einstiegschance zu geben.

Das Potenzial dieser Menschen sollte auch angesichts der vorhandenen oder absehbaren Fachkräfteengpässe in einzelnen Branchen stärker als bisher genutzt werden, sagte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Haupt-Koopmann. "Das wünsche ich mir insbesondere von den 1487 Betrieben in Schleswig-Holstein, die ihre Pflichtarbeitsplätze nicht mit schwerbehinderten Menschen besetzt haben und stattdessen eine Ausgleichsabgabe zahlen." Nicht diese Zahlung sei eine Investition in die Zukunft, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen. Von diesen hätten im Land 53,8 Prozent eine abgeschlossene Berufsausbildung. Bei allen Arbeitslosen seien es 43,6 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die der Arbeitslosen insgesamt. Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten zu besetzen. Das gilt für 5466 private Arbeitgeber im Land, von denen 27,3 Prozent diese Verpflichtung nicht erfüllen und eine Ausgleichsabgabe zahlen.

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