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Tourismus kommt im Norden besser durch Pandemie als anderswo

Von dpa
24.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Tourismus im Norden
Strandkörbe stehen auf Amrum vor ihrem Einsatz auf dem Kniepsand. (Quelle: picture alliance / Carsten Rehder/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Trotz monatelanger Einschnitte wegen der Pandemie hat sich das Gastgewerbe in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr relativ stabil behauptet. Die Situation sei besser als in vielen anderen Bundesländern, heißt es in einem Bericht des Tourismusministeriums an den Landtag. Zwar kamen 2021 deutlich weniger Übernachtungsgäste als im Vor-Corona-Jahr 2019, aber wer kam, blieb oft länger.

Das Jahr hatte für die Branche schmerzhaft begonnen: Die touristischen Beherbergungsbetriebe mussten in den ersten 20 Wochen fast vollständig geschlossen bleiben. Nach einigen Modellprojekten ging es ab Mitte Mai richtig los.

Im Juli und August wurden die Übernachtungszahlen von 2019 bereits übertroffen. Die Zahl der Gästeankünfte lag aber auch im August noch unter dem Wert von 2019. "Hier zeigt sich die Tendenz zu längeren Aufenthalten, was im Sinne der Nachhaltigkeit als eine besonders positive Entwicklung zu werten ist", heißt es dazu im Regierungsbericht, über den der Landtag am Donnerstag diskutieren wird.

Insgesamt kamen von Januar bis November 6,27 Millionen Gäste in Häusern mit mindestens zehn Betten an. Das waren zwar 1,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2019 mit mehr als 8,46 Millionen Gästen steht aber unter dem Strich immer noch ein Minus von 26 Prozent.

"Während der Corona-Pandemie wurden besonders autarke Unterkunftsformen wie Camping oder Ferienhäuser und -wohnungen nachgefragt", stellt der Regierungsbericht fest. "Hotels, Pensionen und insbesondere Gruppenunterkünfte mussten hingegen besonders starke Einbußen hinnehmen." Es waren auch eher Unterkünfte in der Natur und an der See gefragt als in Städten.

Die befürchtete große Insolvenzwelle ist dank vieler Hilfsprogramme von Bund und Land sowie des frühen Wiederanfahrens des Tourismus in Schleswig-Holstein bisher ausgeblieben. 2020 wurden 57 Insolvenzverfahren beantragt. In den ersten sieben Monaten 2021 waren es 17, überwiegend in der Gastronomie. 2019 waren es insgesamt 82. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es wegen der Pandemie 2020/21 besondere Insolvenzregeln gab.

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