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Kölner Albträume statt der Traum von Berlin

Von Marc Merten

Aktualisiert am 19.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Florian Kainz diskutiert mit dem Schiedsrichter, während um sie herum HSV-Spieler jubeln: Bitteres Ende im Elfmeterschießen.
Florian Kainz diskutiert mit dem Schiedsrichter, während um sie herum HSV-Spieler jubeln: Bitteres Ende im Elfmeterschießen. (Quelle: Chai v.d. Laage/imago-images-bilder)
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Der 1. FC Köln scheidet nach einem Elfmeter-Drama im DFB-Pokal aus. Florian Kainz wird gegen den Hamburger SV zur tragischen Figur. Die Geißböcke erleben einen Albtraum, statt weiter von Berlin träumen zu dürfen.

In der 120. Minute war plötzlich doch noch alles gut. Der eingewechselte Florian Kainz hatte eine fast perfekte Flanke auf Anthony Modeste geschlagen. Der Franzose wurde gefoult, bekam einen Elfmeter zugesprochen, verwandelte diesen souverän und rettete den 1. FC Köln gegen den Hamburger SV ins Elfmeterschießen.

Was dann aber passierte, ließ so manchen erfahrenen Fußball-Fachmann kopfschüttelnd zurück. Florian Kainz trat als letzter Kölner Schütze an, musste treffen und traf. Doch er war beim Schuss weggerutscht, hatte sich den Ball mit rechts an seinen linken Schuh geschossen, von wo aus der Ball ins Netz gehüpft war. Und damit hatte er den Ball beim Schuss zweimal berührt. Ein Regelverstoß. Der Treffer wurde aberkannt. Der HSV hatte gewonnen.

Kainz: "Ich werde damit umgehen können"

"Ich hatte schon ein ungutes Gefühl. Ich habe gemerkt, wie ich weggerutscht bin", schilderte der sichtlich mitgenommene Österreicher hinterher die Szene. "Wie der Ball reingegangen ist, sah komisch aus. Der Schiedsrichter hat mir dann gleich gesagt, dass es gecheckt worden ist." Kainz hatte sich nach der Szene die Haare gerauft, war zunächst untröstlich gewesen. Erst hatte er mit seiner Flanke auf Modeste den FC im Spiel gehalten. Dann bedeutete sein Ausrutscher das Ende aller Pokal-Träume.

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So endete die Pokal-Nacht für Kainz und den FC in einem Albtraum – im wahrsten Wortsinn. "Für mich persönlich ist es eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können", sagte Kainz. "Natürlich wird die Nacht nicht schön werden."

Kann der FC diesen Wirkungstreffer schlucken?

Auch der Mittwoch wird am Geißbockheim noch unter diesem Eindruck stehen. Und womöglich die nächsten Tage. Trainer Steffen Baumgart hatte das DFB-Pokal-Finale in Berlin als Ziel ausgegeben. Nicht als fernes, vages Ziel, sondern der 50-Jährige hatte es geschafft, seine Spieler ernsthaft davon träumen zu lassen. Seine Profis hatten begonnen zu glauben, dieses große Spiel erreichen zu können. Doch das Elfmeter-Drama gegen den HSV ließ all diese Träume zerplatzen.

"Wir müssen das Spiel jetzt abhaken", sagte Kainz nach den kräftezehrenden 120 Minuten und dem tragischen Pokal-Aus. Doch ob das so einfach wird? Die 0:4-Pleite am vergangenen Samstag gegen den FC Bayern hatte noch keine niederschmetternde Wirkung zeigen können. Die erneute Achtelfinal-Niederlage und die erneute verpasste Chance gegen einen Zweitligisten hingegen schien in den Minuten nach dem Schlusspfiff ein Wirkungstreffer gewesen zu sein.

"Umso größer ist die Enttäuschung"

"Wir wussten vorher, dass wir eine riesige Chance haben. Umso größer ist die Enttäuschung", machte Interims-Sportchef Jörg Jakobs nach der Niederlage keinen Hehl aus der Gefühlslage beim FC. "Das wird auch noch ein paar Stunden andauern, aber ab morgen müssen wir uns auf das nächste Spiel gegen Bochum vorzubereiten."

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Dann wird es wieder um Bundesliga-Punkte gehen. Und der FC wird sie dringend brauchen. Denn nach drei Siegen in Folge gab es nun zwei Niederlagen inklusive Pokal-Aus. Etwas Zählbares wäre daher am Samstag Balsam auf der Seele.

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