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Köln: Obdachloser wohl im Schlaf angezündet – Lebensgefahr

In Toilettenhäuschen  

Obdachloser wohl im Schlaf angezündet – Lebensgefahr

06.12.2020, 13:38 Uhr | dpa

Köln: Obdachloser wohl im Schlaf angezündet – Lebensgefahr. In diesem Toilettenhäuschen im Severinsviertel in der Kölner Südstadt soll ein Obdachloser angezündet worden sein: Der 44-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt.  (Quelle: dpa/Henning Kaiser/Archivbild)

In diesem Toilettenhäuschen im Severinsviertel in der Kölner Südstadt soll ein Obdachloser angezündet worden sein: Der 44-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. (Quelle: Henning Kaiser/Archivbild/dpa)

Mit lebensgefährlichen Verletzungen musste ein Kölner Obdachloser ins Krankenhaus gebracht werden. Der 44-Jährige soll an seiner Schlafstätte in einem Toilettenhäuschen angezündet worden sein.

Ein 44 Jahre alter Obdachloser soll in Köln nachts an seiner Schlafstätte angezündet und dabei lebensgefährlich verletzt worden sein. Eine Mordkommission ermittle wegen eines versuchten Tötungsdelikts, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten. Der Wohnungslose bat den Angaben zufolge eine Bekannte am Morgen um Hilfe, weil er schwere Brandverletzungen hatte. Rettungskräfte brachten den 44-Jährigen daraufhin in eine Klinik auf die Intensivstation. Er war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Nach Angaben eines Polizeisprechers von Sonntag war ein Toilettenhäuschen auf einem Platz in der Kölner Südstadt der Tatort. Dort hatte sich demnach der Obdachlose in der Nacht einen Schlafplatz gesucht. Anhand der Art der Brandverletzungen gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann von Dritten angezündet worden sein muss.

Blick in das Toilettenhäuschen: Ein Brandfleck ist am Boden zu sehen. (Quelle: dpa/Henning Kaiser)Blick in das Toilettenhäuschen: Ein Brandfleck ist am Boden zu sehen. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Immer wieder Angriffe gegen Wohnungslose

Immer wieder werden Obdachlose Opfer von Überfällen oder Angriffen. Im Sommer 2018 wurden zwei Männer Opfer eines Brandanschlags auf einem Bahnhofsvorplatz in Berlin. Im August 2019 wurden zwei Angeklagte ebenfalls in Berlin zu Haftstrafen verurteilt, weil sie die Kleidung eines obdachlosen Zechkumpanen auf einer Bank angezündet hatten. In Hamburg zündeten unbekannte Täter im Mai 2019 die Haare eines schlafenden Obdachlosen an. Eine Frau schlug die Flammen aus.

Zuletzt wurde Anfang 2020 ein schlafender Obdachloser im Vorraum einer Bank in Berlin angezündet. Er kam mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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