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Erzbistum Köln: Hier kann jeder einen Blick in das Gutachten werfen


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Hier finden Sie das Gercke-Gutachten zum Nachlesen

Von t-online, dpa
18.03.2021Lesedauer: 1 Min.
Der von der Kirche beauftragte Anwalt Björn Gercke übergibt dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki während einer Pressekonferenz das Gutachten: Nun ist es online einsehbar.
Der von der Kirche beauftragte Anwalt Björn Gercke übergibt dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki während einer Pressekonferenz das Gutachten: Nun ist es online einsehbar. (Quelle: Ina Fassbender/AFP Pool/dpa-bilder)
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In Köln wurde das mit Spannung erwartete Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit sexuellem Missbrauch offengelegt. Ab sofort kann jeder die über 800 Seiten lange Untersuchung einsehen.

895 Seiten lang ist das Dokument, dessen Erscheinen Erzbischof Rainer Maria Woelki laut eigener Aussage gefürchtet hat wie "nichts anderes". Am Donnerstag wurde das Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit sexualisierter Gewalt vorgestellt. Der von der Kirche beauftragte Anwalt Björn Gercke übergab Woelki dabei ein Exemplar. Ein Jahr lang hat der Kölner Kardinal ein früheres Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen zurückgehalten und damit eine Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst. Die neue Untersuchung wurde deshalb nun mit Spannung erwartet.

Seit Donnerstagmittag können nun alle online auf die Ergebnisse des Gutachtens zugreifen – auf der Seite des Erzbistums Köln ist es einsehbar – als PDF-Dokument.

Für das Gutachten hatte der Jurist Gercke Akten von 1975 bis 2018 ausgewertet. Dabei kritisierte er, "dass sich Jahrzehnte offenbar niemand getraut hat, solche Fälle zur Anzeige zu bringen".

Woelki wurde von Gercke nun allerdings ausdrücklich in Schutz genommen. "Medial wäre es für uns am einfachsten gewesen, Herrn Woelki hier zum Schafott zu führen", sagte der Strafrechtler. Dafür gebe es aber keine Grundlage. Auch in dem zurückgehaltenen Münchner Gutachten sei Woelki nicht belastet worden.

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Verwendete Quellen
  • Webseite des Erzbistums Köln
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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Von Laura Schameitat

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