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Köln: Gefährlicher Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Domstadt aus

Gefährliche Raupe  

Eichenprozessionsspinner breitet sich in Köln aus

21.05.2021, 15:06 Uhr | t-online

Köln: Gefährlicher Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Domstadt aus. Eichenprozessionsspinner in einer Eiche (Archivbild): Die Raupen können für Menschen gesundheitsschädlich sein. (Quelle: Stadt Köln)

Eichenprozessionsspinner in einer Eiche (Archivbild): Die Raupen können für Menschen gesundheitsschädlich sein. (Quelle: Stadt Köln)

Der Eichenprozessionsspinner ist in Köln wieder aktiv. Für Menschen kann der Kontakt mit der Raupe gefährlich werden.

Da sich der Eichenprozessionsspinner derzeit in Köln wieder verbreitet, warnt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen die Bürgerinnen und Bürger davor, sich länger im Bereich von Eichen aufzuhalten, die von der Raupe befallen sind. Das teilte die Stadt am Freitag mit.

Der Kontakt mit den "Brennhaaren" der Tiere könne bei Menschen zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut und Atemwegen führen. Zu den Begleiterscheinungen zählen Schwindelgefühl, Fieber und Müdigkeit. Der beste Selbstschutz sei demnach, Abstand zu halten und Kontakt zu vermeiden, wobei beachtet werden müsse, dass sich die "Brennhaare" auch durch Wind weiter verteilen können. Je nach Heftigkeit der allergischen Reaktion sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Die in Gruppen auftretenden Raupen des Eichenprozessionsspinners sind im gesamten Stadtgebiet anzutreffen und befinden sich an vielen Exemplaren der heimischen Eichenarten wie Trauben- und Stieleiche. Befallen sind insbesondere Bäume, die der prallen Sonne ausgesetzt sind. Hierzu zählen vor allem freistehende Eichen oder solche, die am Waldrand stehen.

Klimaerwärmung begünstigt Verbreitung des Tieres

Der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner ist durch die Bildung von Gespinsten in der Krone oder an Astgabeln des Wirtsbaumes in späteren Häutungsstadien leicht zu erkennen. Auch die Anordnung der Tiere während ihrer "Prozession" von den Gespinsten zu den Fraßstellen fällt sofort ins Auge. Da sich die "Brennhaare" auch in den Gespinsten befinden, sind sie auch noch nach dem Schlüpfen der Falter eine Gesundheitsgefahr. Die Nachtfalterart profitiert stark von der Klimaerwärmung und hat sich in den letzten Jahren im gesamten Bundesgebiet immer weiter ausgebreitet.

Eine flächendeckende Bekämpfung seitens des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen ist nicht erforderlich und auch nicht möglich. In der Regel findet eine Bekämpfung aber im bebauten Bereich, in stark frequentierten Grünanlagen und vor allem im Bereich von öffentlichen Kinderspielplätzen statt. Hier lässt das Amt der Stadt Köln die Raupen durch Fachfirmen mit einem Spezialsauger beseitigen. Diese Methode ist zwar aufwendig, bietet aber den Vorteil, gegen Raupen in jedem Entwicklungsstadium wirksam zu sein.

Tritt der Eichenprozessionsspinner auf Privatgrundstücken auf, ist der Eigentümer oder die Eigentümerin zur Beseitigung verpflichtet, wenn die Allgemeinheit gefährdet ist.

Verwendete Quellen:

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