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A9 bei Leipzig: Keine Rettungsgasse – Feuerwehr muss drei Kilometer laufen


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Keine Rettungsgasse: Feuerwehr muss drei Kilometer über A9 laufen

Von t-online, anra

Aktualisiert am 14.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Unfallstelle auf der Autobahn 9 am Montagmorgen: Autofahrer, die im Stau standen, beschimpften Rettungskräfte.
Unfallstelle auf der Autobahn 9 am Montagmorgen: Autofahrer, die im Stau standen, beschimpften Rettungskräfte. (Quelle: Lausitznews.de/Erik-Holm Langhof)
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Chaos auf der A9 bei Leipzig: Wegen fehlender Rettungsgasse muss die Feuerwehr zu Fuß zu einem Unfall laufen. Dabei wird sie von Autofahrern beschimpft.

Unglaubliches berichtet ein Reporter vor Ort von einem Unfall auf der A9 bei Leipzig am Montagmorgen. Dort sei ein Transporterfahrer in einer Baustelle verunglückt. Der Unfall habe einen langen Stau verursacht, Rettungskräfte seien mit ihren Fahrzeugen nicht durchgekommen, da die Autofahrer keine Rettungsgasse gebildet hätten.

Daher hätten die Feuerwehrleute drei Kilometer zu Fuß zur Unfallstelle laufen müssen. Dabei seien sie von im Stau stehenden Autofahrern übel beschimpft worden: "Wichser", "Arschloch" und "Verpisst euch" sei ihnen zugerufen worden. Die Polizei Leipzig bestätigte t-online auf Anfrage die Vorkommnisse.

A9 bei Leipzig: "Auch ein 'Verpiss dich' kam den Kameraden entgegen"

Ein Reporter vor Ort zitiert den Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Wenzel folgendermaßen: "Kurzerhand sind wir ausgestiegen und zu viert – drei Feuerwehrleute und eine Rettungsdienstmitarbeiterin – drei Kilometer durch den Stau gelaufen, um zur Unfallstelle zu gelangen." Wenzel weiter: "Wir wussten nicht, was uns erwartet, haben nur das Nötigste mitgenommen."

Die anderen Kameraden hätten indes weiterhin versucht, zum Unfallort zu gelangen. "Dabei wurden sie von einigen aggressiven Verkehrsteilnehmern als 'Wichser' oder 'Arschloch' bezeichnet. Auch ein 'Verpiss dich' kam den Kameraden entgegen“, sagte Wolfgang Wenzel dem Reporter.

Schließlich seien sie an der Unfallstelle angekommen und hätten den jungen Mann leicht verletzt retten können. Ein zweiter Krankenwagen sei angefordert worden, der den Unfallort erreichte, indem er die Autobahn in entgegengesetzter Richtung entlang fuhr. Etwa eine Dreiviertelstunde später seien auch die Fahrzeuge der Feuerwehr dorthin vorgedrungen.

Unfall auf der A9: Das verunglückte Fahrzeug konnte schließlich abgeschleppt werden.
Unfall auf der A9: Das verunglückte Fahrzeug konnte schließlich abgeschleppt werden. (Quelle: Lausitznews.de/Erik-Holm Langhof)

Die Polizei Leipzig bestätigt den Unfall auf der A9 am frühen Montagmorgen gegen 7 Uhr: Zwischen Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz sei ein 19-jähriger Iveco-Fahrer nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Er sei gegen die rechte Leitplanke gefahren und auf die linke Fahrzeugseite gekippt, heißt es in einer Mitteilung.

Die fehlende Rettungsgasse bestätigt Polizeisprecherin Therese Leverenz auf Anfrage von t-online am Telefon ebenfalls. "Dort wurde keine Rettungsgasse gebildet, die Feuerwehr musste zu Fuß zum Unfall laufen", sagte Leverenz. Es sei an dieser Stelle schwieriger als normalerweise, eine Gasse zu bilden, da es sich um einen engen Baustellenbereich handele. "Aber es war nicht unmöglich", so Leverenz.

Tatsächlich soll es auch zu Beschimpfungen von Rettungskräften gekommen sein. "Zumindest ein Fall ist uns bekannt." Die Polizei untersuche die Vorfälle noch. Die Autobahn 9 konnte am Mittag wieder freigegeben werden.

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Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Telefonat mit der Polizei Leipzig
  • Polizei Leipzig: "Transporter umgekippt"
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