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Kindsmord-Prozess in Leipzig: "Im Gefrierfach lag eine Tüte ..."


Im Kühlschrank versteckt
Kindsmord-Prozess: Zeuge beschreibt, wie er totes Baby fand

Von dpa, t-online, anra

Aktualisiert am 04.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Die wegen Mordes an ihrem Baby Angeklagte steht vor Beginn des Verhandlungstages im Saal am Leipziger Landgericht.Vergrößern des BildesDie wegen Mordes an ihrem Baby Angeklagte steht vor Beginn des Verhandlungstages im Saal am Leipziger Landgericht. (Quelle: Jan Woitas/dpa-video)
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In Leipzig steht eine Frau vor Gericht, die ihr Kind umgebracht haben soll. Ein Zeuge beschreibt, wie er das tote Baby im Kühlschrank fand.

Am Leipziger Landgericht wird derzeit gegen eine 33-jährige Frau wegen der Ermordung ihres Neugeborenen in Wurzen verhandelt. Am Mittwoch sagte ein Zeuge aus, der die Babyleiche entdeckt hatte.

Er habe am 10. November 2021 in einem eigentlich abgestellten Kühlschrank in der Gemeinschaftsunterkunft für Arbeiter einer Fischfabrik nachgeschaut, weil dieser plötzlich wieder lief, sagte der 45-Jährige. Er war am Mittwoch aus Ungarn per Video ins Landgericht Leipzig zugeschaltet worden.

In dem Gefrierfach habe eine Tüte gelegen, in der er zunächst Fleisch für Gulasch vermutet hatte, erläuterte der 45-Jährige. Als er dann näher hingeschaut habe, habe er den Leichnam des Babys entdeckt und seinen Vorgesetzten informiert.

Mordprozess in Leipzig: Mutter soll Kind als "Störfaktor" betrachtet haben

Die wegen Mordes angeklagte Mutter hatte zum Prozessauftakt im vergangenen Sommer die Tötung des Neugeborenen bestritten. Nach der Geburt auf der Toilette einer Gemeinschaftsunterkunft habe ihr jemand das Baby entrissen, hatte die 33-Jährige ausgesagt. Danach habe sie das Kind nicht mehr gesehen. Von der Schwangerschaft will sie zuvor nichts bemerkt haben.

An dem Leichnam waren stumpfe Gewalt sowie Stich- und Schnittverletzungen am Hals festgestellt worden. Letztendlich starb das Neugeborene an einer Lungenembolie. Die Staatsanwaltschaft wirft der Ungarin Mord aus niederen Beweggründen vor. Demnach soll die Mutter den Säugling getötet haben, weil sie ihn als Störfaktor für ihre Lebensplanung betrachtet habe.

Leipzig: Angeklagte soll sechs Kinder in Ungarn zurückgelassen haben

Die Angeklagte war erst einige Monate vor der nun angeklagten Tat nach Deutschland gekommen, um zu arbeiten. In Ungarn hat sie sechs minderjährige Kinder zurückgelassen. Fünf davon leben derzeit in Pflege bei der Großmutter väterlicherseits.

Auch der 24 Jahre alte Lebensgefährte der Angeklagten und Vater des Jungen, der mit der Angeklagten in der Unterkunft gewohnt hatte, war zunächst in U-Haft. Die Ermittlungen hatten den Tatverdacht gegen ihn aber nicht erhärtet, und er kam auf freien Fuß.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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