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Antisemitismus-Eklat um Gil Ofarim: Auch Homophobie-Vorwurf gegen Hotel in Leipzig

Nach Antisemitismus-Eklat um Gil Ofarim  

Jetzt auch Homophobie-Vorwurf gegen Hotel in Leipzig

06.10.2021, 12:19 Uhr | t-online

Antisemitismus-Eklat um Gil Ofarim: Auch Homophobie-Vorwurf gegen Hotel in Leipzig. Demo vor dem Hotel "Westin Leipzig": Hunderte Menschen protestierten dort Dienstagabend gegen Antisemitismus. (Quelle: dpa/Dirk Knofe)

Demo vor dem Hotel "Westin Leipzig": Hunderte Menschen protestierten dort am Dienstagabend gegen Antisemitismus. (Quelle: Dirk Knofe/dpa)

Eine Welle der Empörung schwappt über das "Westin Hotel". Nachdem Gil Ofarim dort nicht bedient worden sein soll, versucht es nun, sich als "weltoffenes" Haus darzustellen. Doch schon kommt der nächste schwere Vorwurf.

Am Dienstag hat das "Westin Hotel" in Leipzig zunächst lange geschwiegen, während immer mehr Menschen öffentlich ihre Fassungslosigkeit äußerten. In einem Instagram-Video hatte der Sänger und TV-Star Gil Ofarim berichtet, dass er von zwei Hotelmitarbeitern aufgefordert worden sei, seinen Davidstern abzunehmen. Erst dann dürfe er einchecken.

Als am Abend eine Demonstration mit Hunderten Teilnehmern vor das Hotel zog, veröffentlichte das Hotel endlich ein Statement. Darin heißt es, die beiden Mitarbeiter seien bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe beurlaubt.

Gil Ofarim ist sichtlich angefasst: Der Sänger berichtete in einem Dienstag veröffentlichten Video, wie er in dem Hotel antisemitisch diskriminiert worden sei. (Quelle: Screenshot/Instagram)Gil Ofarim ist sichtlich angefasst: Der Sänger berichtete in einem am Dienstag veröffentlichten Video, wie er in dem Hotel antisemitisch diskriminiert worden sei. (Quelle: Screenshot/Instagram)

"Westin Leipzig": "Lehnen jede Diskriminierung ab"

Und außerdem: "Wir sind ein weltoffenes Hotel und lehnen jede Form von Intoleranz, Diskriminierung und Antisemitismus auf das Schärfste ab." Gäste und Mitarbeiter würden respektiert, "unabhängig von Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung".

Doch genau daran wachsen weiter Zweifel. RTL berichtet über einen Vorfall, der sich im Juni 2020 im selben Hotel zugetragen haben soll. Damals sei der Musikmanager Piero Vecchelio schwulenfeindlich beleidigt worden.

"Wegen dir Drecks-Schwuchtel bin ich jetzt hier raufgekommen?"

Der Sender zitiert aus einem Statement des Managers, der unter anderem Patricia Kelly und Daniele Negroni vertritt. Demnach habe sich Vecchelio damals nach dem Einchecken wegen fremder Haare auf dem Bett und einem verstopften Abfluss beschwert.

Daraufhin sei der Hotelmanager gekommen und habe laut an seine Tür geklopft. "Als ich öffnete, schaute er mich von oben bis unten an und sagte: 'Wegen dir, du Drecks-Schwuchtel, bin ich jetzt hier raufgekommen?'" Vecchelio, ein gebürtiger Schweizer, solle "so schnell wie möglich in das Scheiß-Land zurückreisen", wo er herkomme.

Das Hotel stellt den damaligen Konflikt anders dar. RTL zitiert aus Mails der Hotelkette an Vecchelio und des Hotelmanagements an Universal Music. In ihnen wird Vecchelio unbeschränktes Hausverbot erteilt. Durch sein Verhalten Mitarbeitern gegenüber habe er "den Hotelbetrieb nachhaltig gestört" und "gegen alle Regel der Hausordnung" verstoßen.

Verwendete Quellen:

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