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Hält Leipzigs Uniklinik-Chef Impfungen wirklich für unwirksam?

Von t-online, mtt

15.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Professor Josten von der Uniklinik Leipzig: Beim sächsischen Corona-Gipfel Anfang November sprach er über die Situation in seinem Haus.
Professor Josten von der Uniklinik Leipzig: Beim sächsischen Corona-Gipfel Anfang November sprach er über die Situation in seinem Haus. (Quelle: Screenshot/Facebook-Video des Freistaates Sachsen)
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Unter Impfgegnern kursiert ein Videoschnipsel, in dem der Leipziger Uniklinik-Chef angeblich über die Unwirksamkeit von Corona-Impfungen spricht. Aber: Seine Aussage wurde zurechtgeschnitten.

Anfang November war Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Gesundheitsministerin Petra Köpping, medizinischen Experten, Wissenschaftlern und Vertreterinnen und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen online zu einem Corona-Gipfel zusammengekommen.

Auch Professor Christoph Josten, medizinischer Vorstand der Leipziger Uniklinik, war dabei. Ein kurzer Ausschnitt seines Statements wird nun von Impfgegnern in mehreren Telegram-Kanälen geteilt. Der Videoschnipsel soll die angebliche Unwirksamkeit von Corona-Impfungen belegen.

In dem aus dem Kontext gelösten Clip spricht Josten über das Verhältnis der Geimpften und der Ungeimpften in der Uniklinik: "Von unseren 18 Intensivpatienten sind acht geimpft", sagt Josten. "Und auf der Normalstation ist es sogar ein größerer Anteil Geimpfte als Nichtgeimpfte."

Tatsächlich fallen diese Sätze, nachzuhören ab 1:52 Stunden im Facebook-Video, das der Freistaat Sachsen vom Gipfel geteilt hat. Die näheren Erläuterungen Jostens dazu haben die Impfgegner dann allerdings rausgeschnitten.

Chef der Leipziger Uniklinik zeigt sich erschreckt

Josten fährt im Video fort: "Wobei ganz klar gesagt werden muss, von denen sind einige, die erhebliche Begleiterkrankungen mitbringen." Was die Zahl acht von 18 betreffe, handele es sich um eine Momentaufnahme.

Covid-Station des Universitätsklinikums Leipzig: Auf der Intensivstation werden auch Geimpfte behandelt – allerdings leiden diese Patienten im Gegensatz zu den Ungeimpften häufiger schon unter schweren Vorerkrankungen.
Covid-Station des Universitätsklinikums Leipzig: Auf der Intensivstation werden auch Geimpfte behandelt – allerdings leiden diese Patienten im Gegensatz zu den Ungeimpften häufiger schon unter schweren Vorerkrankungen. (Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa-bilder)

Im Gespräch mit dem Sender MDR hat sich Josten jetzt noch einmal detailliert geäußert. Er sei erschreckt darüber, was aus seiner Aussage gemacht worden sei, sagte Josten: "Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass auch geimpfte Patienten in die Krankenhäuser kommen. Was aber in keiner Weise fehlinterpretiert werden darf, dass ich damit die Wirksamkeit der Impfung in Frage stelle. Auf gar keinen Fall."

Bei den Ungeimpften sei es in der Regel immer die Covid-Erkrankung, die das gesamte schwere Krankheitsbild ausmache, sagte Josten. Die geimpften Covid-Patienten auf der Intensivstation hätten hingegen meist zusätzlich eine schwere Grunderkrankung.

Josten: "Impfen stellt die wichtigste Maßnahme dar"

Auf den Normalstationen sei der hohe Anteil der Geimpften dadurch zu erklären, dass alle Patienten, die ins Krankenhaus kommen, auf Corona getestet würden. Geimpfte Patienten, die zum Beispiel wegen eines Knochenbruchs eingeliefert würden und keine Covid-Symptome hätten, würden trotzdem zur Corona-Statistik zählen.

Er glaube darum, "dass das, was wir hier am Universitätsklinikum haben, nicht auf die Gesamtsituation in der Bevölkerung übertragen werden kann", sagte Josten dem MDR. Sein Fazit: "Impfen stellt die wichtigste Maßnahme dar, nicht krank zu werden, und wenn man erkrankt, einen deutlich milderen Krankheitsverlauf zu erleben."

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Verwendete Quellen
  • Telegram-Nachrichten in Kanälen von Impfgegnern
  • Facebook-Seite des Freistaates Sachsen: Video vom 1. November 2021
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