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Trockenheit gefährdet Ernte: Kartoffeln und Salat beregnet

Von dpa
Aktualisiert am 25.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Trockenheit
Blick auf eine Kartoffelpflanze auf einem trockenen Feld bei Bottrop. (Quelle: Fabian Strauch/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Die lange Trockenheit ist für Landwirte eine große Herausforderung. "Bei den Kulturen, die jetzt noch auf den Äckern in NRW stehen, warten die Landwirte überall dringend auf Regen", teilte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster mit. Ein einzelner Schauer reiche nur für kurze Zeit, da bei der Hitze auch viel Wasser am Tag verdunste.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband in Bonn erklärte, wo es sinnvoll und möglich ist, setzten Bauern auf Beregnung, um Menge und Qualität der Kulturpflanzen abzusichern. Das gelte für im großen Stil angebaute Kulturen wie Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren, aber auch für die meisten anderen Gemüsearten. "Hitze und Trockenheit würden sonst die Ernte zunichtemachen", so der rheinische Bauernverband.

Landwirte mit Tierhaltung blicken besorgt auf die Weiden: Das Gras ist ausgetrocknet. Da das Grünland immer mehr verdorrt, könne es im Laufe des Jahres eng werden bei der Futterversorgung der Betriebe mit Milchvieh und Rindern, wenn die Vorräte aus der vergangenen Saison zu Neige gehen. Beim Mais seien teilweise wegen Notreife schon die ersten Felder geerntet worden, teilte der Landwirtschafts-Verband mit. Für den wichtigen Zuckerrübenanbau könne Regen am ehesten noch etwas Entspannung bringen und die Knollen wieder wachsen lassen.

Vor allem die Gemüsebauern seien rund um die Uhr beschäftigt, um die Kulturen am Leben zu halten, berichtete der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn. Die Betriebe beregneten "mit allem, was möglich ist". Auch Obstbauern setzen, so die Möglichkeit besteht, auf Wasser aus einem eigenen Brunnen. "Es sind große Probleme durch Sonnenbrand an den Früchten aufgetreten", erklärte der Anbauer-Verband.

Wo es möglich sei, werde zur Kühlung der Obstbäume eine Beregnung von oben eingesetzt. Das Wasser dafür komme in den Betrieben der Obst- und Gemüsebauer aus Brunnen. "Die in etlichen Kommunen verbotene Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern spielt keine Rolle", betonte der Verband.

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